Sammlung von Newsfeeds

60 Jahre Brot für die Welt - „eine der berührendsten Weihnachtsgeschichten unserer Zeit“

Brot für die Welt -

Wenige Tage vor dem 60. Geburtstag von Brot für die Welt am 12. Dezember hat das evangelische Hilfswerk mit einem Festgottesdienst seine neue bundesweite Spendenaktion eröffnet. Der Gottesdienst aus der Christkirche in Rendsburg ist live in der ARD übertragen worden. „Wir denken an Hilfe zur Selbsthilfe, an Kooperationen mit Projektpartnerinnen und Projektpartnern vor Ort, an Bildung für Mädchen, an sauberes Trinkwasser und nachhaltiges Wachstum“, sagte der Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, Gothart Magaard, in seiner Predigt über Brot für die Welt. „Und so gilt mein Dank allen, die in den letzten 60 Jahren seit Bestehen von Brot für die Welt diesen Dienst möglich gemacht haben und auch heute möglich machen in Wort und Tat, mit anpackendem Engagement und finanzieller Unterstützung.“

Ministerpräsident Daniel Günther hob in seinem Grußwort im Gottesdienst in Rendsburg hervor: 60 Jahre Brot für die Welt – das ist für mich eine der berührendsten Weihnachtsgeschichten unserer Zeit. Und eine humanitäre Erfolgsgeschichte ist es obendrein.“  Er fuhr fort: „Wir sehen, wie ein kleiner Anfang die Welt verändern kann. Wo Menschen an Gottes Kraft und Liebe glauben, bringen sie Licht und Hoffnung in die Welt. Brot für die Welt ist dafür ein wunderbares Beispiel. Es gibt so vieles, was uns auf dieser Welt wütend und traurig macht: Brutalste Kinderarbeit, die Ausbeutung der Ärmsten, die Zerstörung der Natur. Brot für die Welt engagiert sich, wo das Elend und unsere Verzweiflung darüber am größten sind.“

„Brot für die Welt wird getragen von Menschen, die den Hunger nach Gerechtigkeit mit uns teilen“, sagte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. „Mit unserer  Spendenaktion wollen wir den Hunger der Armen nach Brot und Gerechtigkeit stillen helfen.“ Unter dem Motto „Brot für die Welt“ riefen evangelische Landes- und Freikirchen am 12. Dezember 1959 in der Berliner Deutschlandhalle zu Spenden für die weltweit Hungernden auf. Die erste Sammlung brachte 19 Millionen Mark aus Ost- und Westdeutschland und war der Gründungsakt des evangelischen Hilfswerks. Seitdem wird jedes Jahr am 1. Advent die neue Spendenaktion eröffnet – bundesweit und mit vielen regionalen und lokalen Gottesdiensten. Die nun eröffnete 61. Spendenaktion steht unter dem Motto „Hunger nach Gerechtigkeit“.

Schwerpunkte der Arbeit von Brot für die Welt sind die Überwindung von Hunger und Armut, die Stärkung von Bildung und Gesundheit sowie der Einsatz für Menschenrechte und Klimagerechtigkeit. Von Beginn an arbeitet Brot für die Welt mit Partnerorganisationen vor Ort nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ zusammen. Aktuell fördert das evangelische Hilfswerk mehr als 1.300 Partnerorganisationen weltweit und mehr als 1.500 Projekte in 97 Ländern.

Die Kollekten an Heiligabend sind in evangelischen Kirchengemeinden traditionell für die Arbeit von Brot für die Welt bestimmt.

Wir bitten Doppelsendungen zu entschuldigen.

Hinweis für Redaktionen:
Bilder vom Festgottesdienst am 1. Advent gibt es hier.

Eine digitale Pressemappe finden Sie hier.

Spendenkonto Brot für die Welt
IBAN: DE10100610060500500500
BIC: GENODED1KDB

Pressekontakte:
Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt,
Tel. 030 65211 1833 oder mobil 0174 3020158, presse@brot-fuer-die-welt.de

Friedrich Keller, Pressesprecher Diakonie Schleswig-Holstein,
Tel. 04331 593 197 oder mobil 0174 9450090, presse@diakonie-sh.de

Landessynode: Herbsttagung in Bamberg

ELKB -

Die Mitglieder der Kirchenleitung tagten vom 24. bis 28. November 2019. Die Synodaltagung in Bamberg endete mit weitreichenden Beschlüssen für die bayerische Landeskirche.

Opfer des Klimawandels brauchen internationale Unterstützung

Brot für die Welt -

Vom 2.-13. Dezember 2019 findet der 25. Weltklimagipfel (COP25) der Vereinten Nationen in der spanischen Hauptstadt Madrid statt. Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, sagt im Vorfeld: „Die ärmsten Menschen, die den Klimawandel nicht verursacht haben, tragen seine gigantischen Kosten. Bereits jetzt verursacht der Klimawandel 3 Milliarden Dollar an Schäden jährlich, Tendenz steigend. Arme Länder und Menschen im Süden ohne irgendwelche Reserven können damit aus eigener Kraft unmöglich fertig werden. Mit Mitteln für die humanitäre Hilfe ist wenig auszurichten, denn sie reichen jetzt schon nicht aus, um die Folgen von Kriegen und Naturkatastrophen zu bewältigen. Zusätzliche internationale Finanzzusagen sind deshalb unbedingt erforderlich.“ Die finanzielle Unterstützung bei klimabedingten Schäden und Verlusten steht in Madrid erstmals weit oben auf der Verhandlungsagenda. Für die ärmsten Staaten ist dieser Klimagipfel deshalb von größter Bedeutung.

Die Folgen des Klimawandels entziehen immer mehr Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika die Lebensgrundlage und Bleibeperspektive in ihrer Heimat. Jährlich treibt der Klimawandel zusätzliche 26 Millionen Menschen in Armut, so die Weltbank. Entwicklungsfortschritte von Jahrzehnten werden so zunichtegemacht. Der Zyklon Bulbul etwa hat in Indien und Bangladesch über zwei Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Die Überschwemmungen im Südsudan, für deren verheerende Auswirkungen 61,5 Millionen US-Dollar Nothilfe angefordert wurden, belegen die Verletzlichkeit der ärmsten Menschen gegenüber den jüngsten klimatischen Extremereignissen.

Cornelia Füllkrug-Weitzel: „Neue Finanzquellen müssen erschlossen werden. Wenn den ärmsten Staaten nur Kredite angeboten werden, um mit den Folgen des Klimawandels fertig zu werden, droht ihnen eine massive Verschuldung. Im schlimmsten Fall folgt daraus eine permanente humanitäre Krise.“ Obwohl die G20-Staaten für 80 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sind, ist laut dem Brown-to-Green-Report 2019 noch kein Land der G20 auf Kurs, um das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. „Klimagerechtigkeit würde bedeuten, dass die Staaten für die Schäden Verantwortung übernehmen, die sie verursachen,“ so Füllkrug-Weitzel.

Die Industrieländer haben bisher abgelehnt, über Mittel zur Bewältigung klimabedingter Schäden und Verluste auch nur zu verhandeln. Während der COP25 wird die bisherige Arbeit des Internationalen Warschau Mechanismus für klimabedingte Schäden und Verluste überprüft. „Die Arbeitsgruppe hat gute Arbeit geleistet, aber bisher keine Bereitstellung von Klimafinanzierung ermöglicht“, so Sabine Minninger, Referentin für Klimapolitik bei Brot für die Welt. „De facto haben die langjährigen Klimaverhandlungen noch keinem Menschen, der von Schäden in Folge des Klimawandels betroffen ist, wieder auf die Beine geholfen.“ Gerade die ärmsten und verletzlichsten Staaten sehen in der Überprüfung des Internationalen Warschau Mechanismus für klimabedingte Schäden und Verluste die Möglichkeit, auch über finanzielle Unterstützung zu reden. „Diese Forderung unterstützen wir und fordern die Bundesregierung auf, sich gegenüber den Blockierern aus den Reihen der Industrieländer aktiv für die Hilfe für die ärmsten Staaten einzusetzen“, sagt Füllkrug-Weitzel.

Hinweise für Redaktionen:
Brot für die Welt wird mit Fachleuten und Vertreterinnen und Vertretern von Partnerorganisationen am Weltklimagipfel in Madrid teilnehmen.

Kontakt in Madrid vom 30.11. bis 14.12.2019:
Tini von Poser, Medienkoordinatorin, +49 179 7752561,
presse.fm@brot-fuer-die-welt.de 

in Berlin:
Renate Vacker, Pressesprecherin, Tel.: +49 30 65211 1833, mobil: +49 174 3020158, presse@brot-fuer-die-welt.de

Protestaktion gegen Kinderarbeit mit Friedensnobelpreisträger

Brot für die Welt -

Der Gründer der globalen Kampagne „100 Million“ und indische Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi ist am 27. November 2019 in Berlin zu Gast, um gemeinsam mit Jugendlichen aus ganz Deutschland gegen ausbeuterische Kinderarbeit auf die Straße zu gehen. Vor dem Reichstag treffen die jungen Protestierenden auf Politikerinnen und Politiker verschiedener Fraktionen und fordern sie auf, mit Nachdruck gegen ausbeuterische Kinderarbeit vorzugehen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen werden dann darlegen, was ihrer Meinung nach getan werden muss, um Kinderrechten mehr Geltung zu verschaffen.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Deutsche Bundestag einen Antrag der Koalition gegen ausbeuterische Kinderarbeit angenommen. Dies ist ein erster Schritt auf dem Weg zu verbindlichen gesetzlichen Maßnahmen, die die Rechte von Kindern schützen sollen. „Es ist ein Skandal, dass Kinder in vielen Ländern der Welt immer noch brutal in Steinbrüchen und Minen ausgebeutet werden“, so Vera Isabella Arndt, Vertreterin von Brot-für-die-Welt-Jugend. „Wir appellieren an die deutsche Politik, den Import von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verbieten.“ Dies sei im Koalitionsantrag angedeutet, müsse nun aber auch zügig umgesetzt werden. Darüber hinaus seien verbindliche Vorgaben nötig, damit Unternehmen verpflichtet werden, ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten gerecht zu werden. Auch im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit müsse mehr getan werden, um Familien aus extremer Armut zu befreien und allen Kindern dieser Welt einen Schulbesuch zu ermöglichen, erklärt die Jugendvertreterin.  

Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zufolge müssen weltweit immer noch 152 Millionen Kinder arbeiten, davon 73 Millionen in ausbeuterischer Arbeit. Ihnen wird das Recht auf Freiheit, Sicherheit und Bildung verwehrt. Die Vereinten Nationen haben sich in ihrer Nachhaltigkeitsagenda das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 jede Form von Kinderarbeit zu beenden. Dies fordert auch die globale Kampagne „100 Million“, die Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi, langjähriger Partner von Brot für die Welt und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), ins Leben gerufen hat. Ziel der Kampagne ist es, junge Menschen zu ermutigen, sich weltweit für Kinderrechte stark zu machen und damit wirksame politische Maßnahmen gegen ausbeuterische Kinderarbeit anzustoßen. Die Kampagne ist aktuell in über 30 Ländern aktiv. Brot für die Welt und die GEW unterstützen die Kampagne „100 Million“ in Deutschland.

Diese Pressemitteilung wird von Brot für die Welt und der GEW gemeinsam verschickt. Wir bitten Doppelsendungen zu entschuldigen.

Hinweise für Redaktionen:
Nach Ende der Aktion werden wir schnellstmöglich eine Bildauswahl im Pressefotocenter hochladen.

Kontakt während der Aktion:
Christina Margenfeld, Expertin für Kinderrechte und Koordinatorin der Kampagne 100 Million,
Brot für die Welt; Tel.: 0176 23345 886
christina.margenfeld@brot-fuer-die-welt.de

Pressekontakte
Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt
Tel.: +49 30 65211 1833
presse@brot-fuer-die-welt.de

Ulf Rödde, Pressesprecher GEW
Tel.: +49 69 78973 114
ulf.roedde@gew.de

Seiten

Evang.-Luth. Kirchengemeinde Baiersdorf  Aggregator abonnieren