„Grüner Gockel“

Mancher gibt sich viele Müh`

mit dem lieben Federvieh...

Der „Grüne Gockel“ kräht in Baiersdorf

Am Sonntag, dem 9. März 2014 wurde der „Grüne Gockel“ - ein kirchliches Umweltzertifikat, das die Anforderungen des europäischen Umwelt-Audit-Systems (EMAS) erfüllt - in der Baiersdorfer Kirchengemeinde eingeführt.

Pfarrer Förster und das Umweltteam gestalteten aus diesem Anlass einen festlichen Gottesdienst, unterstützt von Posaunenchor, Orgel und überraschenden Gedankenanstößen. So wurde der Gottesdienst z. B. jäh unterbrochen, als sich der goldene Kirchturmgockel mit dem Grünen Gockel einen unerwarteten aber humorvollen, verbalen Schlagabtausch lieferte.

Wollte der goldene Kirchenhahn bisher der alleinige, gefiederte Vertreter in der Kirchengemeinde sein, so akzeptierte er schließlich seinen „grünen Kollegen“ und versprach sogar, für mindestens 3 Jahre mit ihm zusammen zu arbeiten. Schließlich ginge es ja um das Wohl der Kirchengemeinde und der Schöpfung Gottes. Außerdem findet nach diesem Zeitraum ohnehin die Rezertifizierung statt – eine weitere externe Überprüfung. Wer weiß, ob der Grüne Gockel dann sowieso wieder verschwinden muss !

Eine theologische Brücke zum Grünen Gockel schlug Pfarrer Förster mit dem alttestamentlichen Text 1 Mose 3,1-5. Menschen erliegen immer wieder der Versuchung, sein zu wollen, wie Gott. Hinter dieser Geschichte aus des Alten Testament steckt die Geschichte eines jeden Menschen – wie wir unsere Unschuld verlieren und dennoch nicht zum Bösen verdammt sind. Wer Gott wirklich als Schöpfer lobt und achtet, so wie es Christen jeden Sonntag im Glaubensbekenntnis tun, wird sich hüten, selbst Gott zu spielen, für sich selbst das Beste rauszuholen und gleichgültig zu sein im Blick auf die Umwelt, die Nebenwelt, die Nachwelt. Das ist der Grund, warum ein Grüner Gockel einer Kirchengemeinde gut ansteht. Er möchte durch seine Anwesenheit zu kleinen Schritten verhelfen, der bedrohten Schöpfung Gutes zu tun und so ganz nebenbei die eigene Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

Zwei Mitarbeiterinnen des Umweltteams berichteten über die Aktivitäten der vergangenen 3 Jahre: In einem zeitaufwändigen Prozess wurden in mühevoller Kleinarbeit alle relevanten Unterlagen, Daten und Fakten gesichtet und zusammen getragen. Begehungen aller gemeindeeigenen Gebäude waren notwendig.

Nach sorgfältiger Prüfung der Daten und Ergebnisse durch einen Revisor fand am 26.10.2013 die Zertifizierung statt. Die bayerische Landeskirche umfasst 1539 Kirchengemeinden. Die Evang. Gemeinde Baiersdorf gehört nun zu den 55 Gemeinden, die mit einem Grünen-Gockel-Zertifikat ausgezeichnet sind. 43 weitere sind auf dem Weg dorthin.

Die wichtigsten Ergebnisse und zukünftigen Maßnahmen sind in einer „Umwelterklärung“ für jeden einsehbar zusammen gefasst. In gedruckter Form ist sie im Pfarramt erhältlich. Das meiste, was das Umwelt-Team an Maßnahmen angedacht hat, wird erst in Zukunft Früchte tragen. Das Zertifikat verpflichtet zur kontinuierlichen Weiterführung der Umweltarbeit.


Die Kirchengemeinde hat einen Vogel!

DerGrüne GockelUnsere Kirchengemeinde hat seit kurzem einen Vogel, genauer gesagt, einen Gockel: den „Grünen Gockel“.

Ende Oktober 2013 wurde uns dieses Umweltzertifikat, das die Anforderungen des europäischen Umwelt-Audit-Systems EMAS erfüllt, von einem autorisierten Prüfer der Landeskirche zuerkannt.

Ein Umweltteam hat dafür drei Jahre lang intensiv gearbeitet. Es wurden Schöpfungsleitlinien formuliert, die die grundsätzlichen Umweltziele der Kirchengemeinde beschreiben. In einer Bestandsaufnahme wurden alle wichtigen Daten der Kirchengemeinde mit ihren sechs Gebäuden erfasst, z.B. der monatliche Energie-, Wasser- und Papierverbrauch, das Abfallaufkommen oder die Verwendung von Reinigungsmitteln. Nach einer ausgiebigen Bewertung wurde ein Umweltprogramm mit konkreten Maßnahmen, Zeiträumen und Verantwortlichkeiten erstellt mit dem Ziel, die Umwelt zu entlasten. Die wichtigsten Ergebnisse wurden in einer Umwelterklärung zusammengefasst.

Für die geleistete Arbeit gebührt den Umwelt-Teammitgliedern Anerkennung und ein herzliches Dankeschön. Es sind dies: Iris Förster, Günter Grasser, Eberhard Pätzold, Heike Schaupmeier und Claudia Sunderbrink. Wir sind stolz darauf, zu den immer noch wenigen Kirchengemeinden in Bayern zu gehören, die den „Grünen Gockel“ unter ihrem Dach haben. Wir wissen freilich, dass diese Auszeichnung kein Ruhekissen ist, sondern so eine Art grünes Gewissen der Gemeinde, also die bleibende Verpflichtung, uns der Umwelt gegenüber achtsam und nachhaltig zu verhalten. Nach vier Jahren wird überprüft, ob wir das Zertifikat immer noch zu Recht tragen.

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