Gottesdienstangebote für den Sonntag Judika, 29.03.2020

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Am Sonntag können aufgrund der aktuellen Corona-Krise keine öffentlichen Gottesdienste in den Kirchen in Deutschland stattfinden. Aber es gibt viele andere Möglichkeiten, trotzdem Gottesdienst zu feiern. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat einige Angebote für den 29. März, den Sonntag Judika, zusammengestellt.

Besinnung

Aus dem neuen Gemeindebrief online:

Dietrich Bonhoeffer (* 4. Februar 1906, † 9. April 1945)Dietrich Bonhoeffer (um 1938)

Liebe Gemeinde,

am 9. April 1945 wurde im KZ Flossenbürg einer der großen Theologen des 20 Jahrhunderts ermordet: Dietrich Bonhoeffer. Deshalb soll er heute im Mittelpunkt der ersten Worte stehen. Für mich hat sein Lied „Von guten Mächten“ bis heute eine große Strahlkraft. Wir finden es im Gesangbuch gleich zweimal: EG 65 und EG 637 mit einer jeweils anderen Melodie. Bonhoeffer sitzt in Haft als er den Text des Liedes verfasst. Er legt dieses Gedicht einem Brief seiner Verlobten Maria von Wedemeyer bei.

Bonhoeffer wird als sechstes Kind seiner Eltern am 4.2.1906 in Breslau geboren. Mit sieben Geschwistern wächst er in einem großbürgerlichen Haushalt auf. Nachdem er als 17-jähriger sein Abitur abgelegt hatte, begann er mit dem Studium der evangelischen Theologie. Er promoviert und habilitiert sich nach seinem Studium und wird 1931 zum Pfarrer ordiniert. Ein Jahr in den USA erweitert seinen Horizont.

Bonhoeffer stand der Machtergreifung der Nationalsozialisten kritisch gegenüber. Er warnt schon im Jahr 1933 deutlich vor den Gefahren, die von einem solchen Gedankengut ausgehen werden. In einer Rundfunkansprache warnte er, dass aus dem Führer ein Verführer werden könnte. Er schließt sich den Kreisen in der Kirche an, die sich einer Gleichschaltung der Kirche widersetzen. Und damit nicht genug, auch politisch schloss er sich einer Widerstandsgruppe an. Am 5. April 1943 wird er verhaftet und schließlich zum Tod verurteilt.

Nach dem Krieg tat sich die Kirche zunächst schwer mit dem Erbe Bonhoeffers. Er galt eher als politischer, denn als christlicher Märtyrer. Bonhoeffer hatte die Auffassung, man könne Nationalsozialist und Christ zugleich sein, strikt abgelehnt, damit war er vielen Kirchenoberen, aber auch dem einfachen Kirchenvolk auf die Füße getreten. Inzwischen wird Bonhoeffer aber als einer der wichtigsten Theologen des 20. Jahrhunderts anerkannt. In Deutschland gibt es zahlreiche nach Bonhoeffer benannte Gebäude: Schulen, Kirchen, Gemeindehäuser, Straßen.

Bonhoeffer wollte aufrechter Christ sein und er ist wegen seiner christlichen Haltung vielen zum Vorbild geworden. Er kannte Zeiten des sicheren Glaubens und auch Zeiten voller Zweifel. Letztlich aber fand er immer wieder den Weg zurück zu seinem Gott.

So betet er: Herr, in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist Hilfe. Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede. Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich.

Ihre Pfarrerin Christiane Börstinghaus

Stimmen und Stimmungen aus der Gemeinde

St. NikolausVieles bewegt uns.

Hier sollen Menschen aus unserer Kirchengemeinde zu Wort kommen.

Gedanken, Gefühle, Heiteres, Bedrücktes, Geistliches, Alltägliches, Aufmunterndes, Sorgendes, Tipps, Klagen, ein Schnappschuss von einer Klopapierinstallation, von chaotischen Wohnzimmern oder aufgeräumten Kellern sollen hier ihren Platz finden.

Über allem aber steht: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen.“

Für Ihre Beiträge gilt: Wir behalten uns vor, Texte redaktionell zu bearbeiten und ggf. sinnerhaltend zu kürzen. Ihre eigenen (!) Bilder sind willkommen. Diese Beitragsreihe soll der Gemeinschaft unter uns Raum geben.

Beiträge bitte an lila-brett[at]baiersdorf-evangelisch[dot]de.

Das Gemeindeleben in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen

  1. CoronaAuch die Kirchengemeinde Baiersdorf beteiligt sich an den allgemeinen Maßnahmen, die Ausbreitung des Corona-Virus durch Minderung der Sozialkontakte zu verlangsamen. Darum werden bis auf Weiteres die Veranstaltungen eingestellt.
  2. Der Kindergarten ist bis auf eine Notgruppe geschlossen.
  3. Der Landeskirchenrat der ELKB empfiehlt dringend, bis auf Weiteres die Gottesdienste abzusagen, außer bei Bestattungen.
  4. In der Nikolauskirche und dem Stockflethhaus wird bis auf Weiteres zu den üblichen Gottesdienstzeiten die Kirche geöffnet sein, ab April die Nikolauskirche täglich.
  5. Ein Aushang wird darauf hinweisen, dass sich gleichzeitig nicht mehr als 5 Personen im Kirchenraum aufhalten dürfen.
  6. Zu den üblichen Gottesdienstzeiten wird geläutet.
  7. Die Pfarrerinnen stehen zur Seelsorge zur Verfügung, auch zu den üblichen Gottesdienstzeiten in den kirchlichen Räumen.
  8. Am Pfarramt wird mit einem Aushang darauf hingewiesen, dass pfarramtlicher Geschäftsverkehr sich auf dringende Angelegenheiten wie die Anmeldung einer Bestattung beschränken soll. Die Ansprechbarkeit für die Seelsorge bleibt aber uneingeschränkt gewahrt.
  9. Auf der Website der Kirchengemeinde werden Hinweise zu weiteren geistlichen Angeboten zu finden sein.
  10. Für die Gestaltung von Karfreitag und Ostern wird nach Wegen gesucht, die der Bedeutung der Feste gerecht werden.

„Suchet der Stadt Bestes“, heißt es beim Propheten Jeremia. Mit diesen Maßnahmen beteiligt sich die evangelische Kirchengemeinde daran und grüßt mit den Wortes des Paulus: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen.“

Der Kirchenvorstand, 17.3.2020

Konfirmation 2020 verschoben

Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile, die mit jeder Entscheidung verbunden gewesen wären, haben wir uns für eine Verschiebung der Konfirmation auf den 28. Juni (Sprengel II) und 5. Juli (Sprengel I) entschieden.

Wir hoffen sehr, dass die Feier dann den ihr gebührenden festlichen Charakter haben kann. Eine Durchführung zum geplanten Termin wäre mit so vielen Restriktionen verbunden gewesen, dass es zu einer „Geisterkonfirmation“ geführt hätte, die für die Konfirmanden und Konfirmandinnen enttäuschend gewesen wäre.

Der Konfirmandenunterricht ist bis auf Weiteres beendet.

Wir gratulieren unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden herzlich und wünschen ihnen für dieses Fest und für ihr weiteres Leben Gottes Segen!

Altar St. Nikolaus

Als Kirchengemeinde freuen wir uns mit den Konfirmanden und dann Konfirmierten und begleiten sie mit der Bitte um Gottes Segen, wie er in der Konfirmation zugesprochen wird:

Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist
gebe dir seine Gnade
Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten,
dass du bewahrt wirst
zum ewigen Leben.
Amen.

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