Besinnung

Unterbrechung


TV Testbild

Foto: Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay

Die Älteren werden das Sendezeichen noch kennen, das über den Fernseher flimmerte, wenn eine Störung angezeigt wurde. Es konnte dauern, bis es weiterging. Man wartete ab, minutenlang unterbrochen.

Unterbrechungen sind selten geworden. Für unsere Zeit gilt „Non-Stop“, ständig erreichbar, Tag und Nacht in Betrieb, online auf allen Kontinenten. Früher unterbrach das Testbild im Fernsehen den Sendefluss wenigstens in der Nacht und signalisierte: Alles hat seine Zeit, auch der Schlaf.

Das macht(e) die Corona-Pandemie so einzigartig: Auf einmal wurden wir alle unterbrochen. Vieles lief nicht mehr. Ob Familie oder Arbeitsplatz, Schule oder Kirche, wir waren unterbrochen.
Unterbrechungen sind oft bitter, sie können aber auch heilsam sein. Früher kultivierten Religionen regelmäßige Unterbrechungen. Der Theologe J.B. Metz hat die „Unterbrechung“ als kürzeste Definition von Religion ins Spiel gebracht: Sie unterbricht den Alltag durch den Sonntag, die üblichen Handlungsmuster mit ihren Geboten und unsere Gedankenschleifen mit Gottes Ideen.

Dietrich Bonhoeffer mahnt: „Wir müssen bereit werden, uns von Gott unterbrechen zu lassen. Gott wird unsere Wege und Pläne immer wieder, ja täglich durchkreuzen, indem er uns Menschen mit ihren Ansprüchen und Bitten über den Weg schickt. Wir können dann an ihnen vorübergehen, beschäftigt mit den Wichtigkeiten unseres Tages, … Wir gehen dann an dem sichtbar in unserem Leben aufgerichteten Kreuzeszeichen vorüber, das uns zeigen will, dass nicht unser Weg, sondern Gottes Weg gilt.“

Sind wir bereit, uns von Gott unterbrechen zu lassen?

Hygienekonzept für unsere Veranstaltungen

Allgemeine Regeln

  • Alle Personen tragen in geschlossenen Räumen durchgehend FFP2-Masken – auch am Platz. Bei Gottesdiensten im Freien besteht keine Maskenpflicht. Wer eine Befreiung vorlegen kann, darf nach Rücksprache teilnehmen.
    Kinder und Jugendliche zwischen dem sechsten und dem 16. Geburtstag müssen nur eine medizinische Gesichtsmaske tragen.
  • Zum liturgischen Sprechen, zum Vorlesen der Texte und für die Predigt darf die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden, wenn der Abstand von 2 m, wo lautes Sprechen ohne Mikrofon notwendig ist: 4 m, gewahrt bleibt.
  • Gemeindegesang ist mit FFP2-Maske möglich.
  • Die zur Verfügung stehenden Plätze sind gekennzeichnet. Im Stockflethhaus darf die Aufstellung der Stühle nicht verändert werden.
    Geimpfte und genesene Personen werden bei der für den jeweiligen Kirchenraum erlaubten Gesamtbesucherzahl mitgezählt. Wie zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes muss auch zu geimpften und genesenen Personen (Nachweis!) der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden. Durch das Zusammenrücken dieser Personengruppen darf aber die Höchstteilnehmerzahl trotzdem nicht erhöht werden.
  • Gruppenbildungen nach oder vor dem Gottesdienst und jeder Körperkontakt sind zu vermeiden. Beim Betreten und Verlassen der Räume ist, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.
  • Die Toilettenräume im Gemeindehaus bzw. Stockflethhaus dürfen jeweils nur von maximal 2 Personen gleichzeitig unter Einhaltung des Mindestabstands besucht werden.

Ausschluss von Besuchern

  • Nicht kommen dürfen Personen mit Atemwegssymptomen (sofern nicht vom Arzt z.B. abgeklärte Erkältung) oder Fieber.
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Baiersdorf  RSS abonnieren