Brot für die Welt

Deutsche Unternehmen bei Menschenrechts-Test durchgefallen – Katastrophales Ergebnis macht Lieferkettengesetz unumgänglich

Deutsche Unternehmen haben beim Monitoring der Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP-Monitoring) schlecht abgeschnitten. Mit der Untersuchung wollte die Bundesregierung der Frage nachgehen, ob sich deutsche Unternehmen freiwillig an menschenrechtliche Standards halten. Die „Initiative Lieferkettengesetz“, ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus über 80 Organisationen, fordert die Bundesregierung deswegen dazu auf, Konsequenzen zu ziehen und umgehend ein Gesetzgebungsverfahren für ein Lieferkettengesetz einzuleiten.

Anlass für die Kritik sind die heute bekannt gewordenen Ergebnisse der Erhebung: Nur 20 Prozent der Unternehmen geben darin an, die Menschenrechtsanforderungen des NAP zu erfüllen. Die Angaben beruhen auf Selbstauskünften der teilnehmenden Unternehmen. Um auf die angestrebte Mindestanzahl von 400 Unternehmens-Antworten zu kommen, hatte die Bundesregierung die Laufzeit der Befragung zweimal verlängert und die Stichprobe von 1.800 auf 3.000 Unternehmen erweitert. 2.600 angeschriebene Unternehmen hatten sich an der Umfrage nicht beteiligt.

„Mit diesem katastrophalen Ergebnis ist auch der letzte Beweis erbracht: Freiwillig tun die Unternehmen viel zu wenig für die Menschenrechte. Diesen Beweis muss die Bundesregierung nun anerkennen und ein Lieferkettengesetz vorlegen – und nicht noch mehr Zeit und Geld in Untersuchungen stecken, deren Ergebnisse die Spatzen längst von den Dächern pfeifen“ sagt Johannes Heeg, Sprecher der Initiative Lieferkettengesetz.

„Die Bundesregierung hat viel zu lang an der freiwilligen Unternehmensverantwortung beim Menschenrechtsschutz entlang der gesamten Lieferkette festgehalten. Das geht aus dem schlechten Abschneiden der Unternehmen beim NAP-Monitoring klar hervor. Wir haben wertvolle Zeit verloren. Wenn wir weiterhin Kinderarbeit und Hungerlöhne in der Produktion für den deutschen Markt dulden, nehmen wir den Menschen in Entwicklungsländern die Chance auf ein Leben in Würde. Die Bundesregierung muss jetzt endlich handeln und den Vorstoß der Minister Müller und Heil für ein Lieferkettengesetz unterstützen“, kommentiert die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel.

„Mitmachen freiwillig, Belege nicht nötig, Ausreden möglich. Und trotzdem achten laut NAP-Monitoring nur 20 Prozent der befragten Unternehmen die Menschenrechte. Das Ergebnis spricht für sich, jede weitere Befragungsrunde wäre eine Farce. Auch die Minister Müller und Heil haben das erkannt und ziehen die einzig richtige Konsequenz: Die Entscheidung für ein Lieferkettengesetz darf nicht länger verschleppt werden“, sagt Marion Lieser, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von Oxfam Deutschland e.V.

Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein Zusammenschluss von 82 zivilgesellschaftlichen Organisationen. Sie tritt dafür ein, dass Unternehmen Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten vermeiden und fordert hierzu von der Bundesregierung die Schaffung eines gesetzlichen Rahmens. Brot für die Welt und Oxfam Deutschland gehören zu den 17 Trägerorganisationen der Initiative.

Pressekontakte:
Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt
Tel.: 030 65211 1833, E-Mail: renate.vacker@brot-fuer-die-welt.de

Johannes Heeg, Sprecher „Initiative Lieferkettengesetz”
Tel.: 0151-10611346, E-Mail: presse@lieferkettengesetz.de

Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:
Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED - Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.

Mehr Informationen unter www.brot-fuer-die-welt.de/themen/petition-lieferkettengesetz

„WTO muss reformiert und stärker an die Vereinten Nationen angebunden werden“

Ab heute wird das Berufungsgremium der Welthandelsorganisation WTO beschlussunfähig sein. Durch die Weigerung der USA, Richter in das Gremium zu entsenden, wird die erforderliche Mindestanzahl nicht mehr erreicht. Die EU bereitet sich seit dem Sommer auf dieses Szenario vor, indem sie bislang mit 15 wichtigen WTO-Mitgliedsstaaten bilaterale Vereinbarungen getroffen hat. Ziel ist es, ab 2020 ein plurilaterales Abkommen zu verhandeln, mit dem interimsmäßig eine alternative Instanz für die Streitschlichtung eingerichtet werden soll - eine Art Mini-WTO.

Sven Hilbig, Welthandelsexperte bei Brot für die Welt sagt:

„Angesichts der heute eingetretenen Beschlussunfähigkeit der Berufungsinstanz des Streitschlichtungsmechanismus muss sich die Welthandelsorganisation einmal mehr die Frage nach ihrer Relevanz stellen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten festigt die WTO mit ihrer Freihandelspolitik althergebrachte Wirtschaftsstrukturen, die kaum Entwicklungschancen für die arme Bevölkerungsmehrheit im globalen Süden bieten und ökologisch rückwärtsgewandt sind.

Trotz anhaltender Kritik aus der Zivilgesellschaft hat die WTO es in der Vergangenheit versäumt, dringende Reformen anzustoßen. Die Leidtragenden dieser Politik sind die Umwelt sowie die kleinbäuerliche Landwirtschaft und Indigene, die der Ausweitung des Freihandels weichen müssen, der mit dem Ausbau der industriellen Agrarwirtschaft und dem Abbau von Rohstoffen einhergeht.“

In Anbetracht von Klimawandel, Artensterben und zunehmender Ungleichheit ist nach Auffassung von Brot für die Welt eine Reform des multilateralen Handelsregimes und eine enge Anbindung an die Vorgaben der Vereinten Nationen dringend notwendig.

Sven Hilbig: „Das Pariser Klimaabkommen, die Agenda 2030 sowie Menschenrechte müssen für die WTO zum verbindlichen Maßstab werden. Vorbild könnte die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung UNCTAD sein: Sie

hat mit ihren ‚Genfer Grundsätzen für einen Green New Deal‘ (Geneva Principles for a Green New Deal) einen wegweisenden Vorschlag für einen neuen Multilateralismus zum Wohle aller Menschen gemacht. Anstatt sich darauf zu konzentrieren, eine alternative Berufungsinstanz einzurichten, sollte die EU ihre Anstrengungen darauf konzentrieren, eine ökologisch und sozial verantwortliche Handelspolitik einzuleiten.“

Hinweis für Redaktionen:
Sven Hilbig, Welthandelsexperte bei Brot für die Welt, steht für Interviews zur Verfügung.

Kontakt:
Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt
Tel.: 030/65211 1833; E-Mail: renate.vacker@brot-fuer-die-welt.de

ZDF-Spendengala 2019 mit tollem Ergebnis

Die ZDF-Spendengala „Die schönsten Weihnachtshits“ war wieder ein großer Erfolg: Carmen Nebel sammelte am Mittwochabend bis Mitternacht fast 2,6 Millionen Euro für die Arbeit von Brot für die Welt und Misereor.  Kerstin Ott, Wencke Myhre, Bonnie Tyler, Beatrice Egli, Isabell Varell, Ella Endlich und weitere Publikumslieblinge unterstützten die Moderatorin mit ihrem Auftritt. Auch die Spenden-Hotline war prominent besetzt. 4,15 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Spendengala am Bildschirm.

Die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel, und Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel dankten allen Spenderinnen und Spendern sowie den Mitwirkenden der Gala herzlich: „Mit Ihrer Spende schenken Sie Menschen in Not Hoffnung!“

In Filmbeiträgen aus Projekten in Bangladesch, Costa Rica, Mosambik und dem Tschad erfuhren die Zuschauerinnen und Zuschauer, wie wirkungsvoll sie mit ihrer Spende helfen. Im Gespräch mit Carmen Nebel berichtete die Kinderärztin Emilienne Soubeiga, wie sie mit ihrem Team im Tschad Kinder behandelt, die oft lebensbedrohlich erkrankt sind.  

Füllkrug-Weitzel warb um Unterstützung für die Menschen in den Küstenregionen in Bangladesch: „Der Anstieg des Meeresspiegels führt dazu, dass Brunnen versalzen und Trinkwasser knapp wird. Ihre Spenden helfen, Wasserfilter zu bauen, damit es wieder sauberes Trinkwasser gibt.“

Spiegel wies darauf hin, dass die Menschen in Mosambik auch mehr als acht Monate nach der verheerenden Flutwelle durch Zyklon Idai weiter Unterstützung benötigen. „Nach der Erstversorgung geht es nun darum, den Häuserbau weiter zu unterstützen, Saatgut und landwirtschaftliche Geräte zu finanzieren, um betroffenen Familien eine Ernte zu ermöglichen.“

Besonders großzügig zeigte sich wieder das Unternehmen Phoenix-Reisen:  Geschäftsführer Johannes Zurnieden spendete eine Million Euro.

Das ZDF richtete die Spendengala zugunsten von Brot für die Welt und Misereor erstmals 1998 aus.  Im vergangenen Jahr kamen ebenfalls rund 2,6 Millionen Euro für die Arbeit von Brot für die Welt und Misereor zusammen.

Das Spendentelefon ist heute (5. Dezember) noch bis Mitternacht unter der Nummer 0180 2 20 20 (6 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, maximal 42 Cent pro Minute aus Mobilfunknetzen) geschaltet.

Online gespendet werden kann über www.gala-spende.de

Für Spenden anlässlich der Spendengala gibt es ein gemeinsames Spendenkonto von Brot für die Welt und Misereor:

Bank für Sozialwirtschaft, Köln
Stichwort Weihnachtshits 2019
IBAN: DE63370205000004108403
BIC: BFSWDE33XXX

Kontakt:
Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt:
renate.vacker@brot-fuer-die-welt.de
Telefon: 030/652111833, Mobil: 0174/3020158

Ralph Allgaier, Pressesprecher Misereor:
ralph.allgaier@Misereor.de
Telefon: 0241/442529, Mobil: 0160/90555853

Brot für die Welt und Misereor versenden diese Pressemitteilung gemeinsam. Wir bitten Doppelsendungen zu entschuldigen.

60 Jahre Brot für die Welt - „eine der berührendsten Weihnachtsgeschichten unserer Zeit“

Wenige Tage vor dem 60. Geburtstag von Brot für die Welt am 12. Dezember hat das evangelische Hilfswerk mit einem Festgottesdienst seine neue bundesweite Spendenaktion eröffnet. Der Gottesdienst aus der Christkirche in Rendsburg ist live in der ARD übertragen worden. „Wir denken an Hilfe zur Selbsthilfe, an Kooperationen mit Projektpartnerinnen und Projektpartnern vor Ort, an Bildung für Mädchen, an sauberes Trinkwasser und nachhaltiges Wachstum“, sagte der Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, Gothart Magaard, in seiner Predigt über Brot für die Welt. „Und so gilt mein Dank allen, die in den letzten 60 Jahren seit Bestehen von Brot für die Welt diesen Dienst möglich gemacht haben und auch heute möglich machen in Wort und Tat, mit anpackendem Engagement und finanzieller Unterstützung.“

Ministerpräsident Daniel Günther hob in seinem Grußwort im Gottesdienst in Rendsburg hervor: 60 Jahre Brot für die Welt – das ist für mich eine der berührendsten Weihnachtsgeschichten unserer Zeit. Und eine humanitäre Erfolgsgeschichte ist es obendrein.“  Er fuhr fort: „Wir sehen, wie ein kleiner Anfang die Welt verändern kann. Wo Menschen an Gottes Kraft und Liebe glauben, bringen sie Licht und Hoffnung in die Welt. Brot für die Welt ist dafür ein wunderbares Beispiel. Es gibt so vieles, was uns auf dieser Welt wütend und traurig macht: Brutalste Kinderarbeit, die Ausbeutung der Ärmsten, die Zerstörung der Natur. Brot für die Welt engagiert sich, wo das Elend und unsere Verzweiflung darüber am größten sind.“

„Brot für die Welt wird getragen von Menschen, die den Hunger nach Gerechtigkeit mit uns teilen“, sagte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. „Mit unserer  Spendenaktion wollen wir den Hunger der Armen nach Brot und Gerechtigkeit stillen helfen.“ Unter dem Motto „Brot für die Welt“ riefen evangelische Landes- und Freikirchen am 12. Dezember 1959 in der Berliner Deutschlandhalle zu Spenden für die weltweit Hungernden auf. Die erste Sammlung brachte 19 Millionen Mark aus Ost- und Westdeutschland und war der Gründungsakt des evangelischen Hilfswerks. Seitdem wird jedes Jahr am 1. Advent die neue Spendenaktion eröffnet – bundesweit und mit vielen regionalen und lokalen Gottesdiensten. Die nun eröffnete 61. Spendenaktion steht unter dem Motto „Hunger nach Gerechtigkeit“.

Schwerpunkte der Arbeit von Brot für die Welt sind die Überwindung von Hunger und Armut, die Stärkung von Bildung und Gesundheit sowie der Einsatz für Menschenrechte und Klimagerechtigkeit. Von Beginn an arbeitet Brot für die Welt mit Partnerorganisationen vor Ort nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ zusammen. Aktuell fördert das evangelische Hilfswerk mehr als 1.300 Partnerorganisationen weltweit und mehr als 1.500 Projekte in 97 Ländern.

Die Kollekten an Heiligabend sind in evangelischen Kirchengemeinden traditionell für die Arbeit von Brot für die Welt bestimmt.

Wir bitten Doppelsendungen zu entschuldigen.

Hinweis für Redaktionen:
Bilder vom Festgottesdienst am 1. Advent gibt es hier.

Eine digitale Pressemappe finden Sie hier.

Spendenkonto Brot für die Welt
IBAN: DE10100610060500500500
BIC: GENODED1KDB

Pressekontakte:
Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt,
Tel. 030 65211 1833 oder mobil 0174 3020158, presse@brot-fuer-die-welt.de

Friedrich Keller, Pressesprecher Diakonie Schleswig-Holstein,
Tel. 04331 593 197 oder mobil 0174 9450090, presse@diakonie-sh.de

Opfer des Klimawandels brauchen internationale Unterstützung

Vom 2.-13. Dezember 2019 findet der 25. Weltklimagipfel (COP25) der Vereinten Nationen in der spanischen Hauptstadt Madrid statt. Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, sagt im Vorfeld: „Die ärmsten Menschen, die den Klimawandel nicht verursacht haben, tragen seine gigantischen Kosten. Bereits jetzt verursacht der Klimawandel 3 Milliarden Dollar an Schäden jährlich, Tendenz steigend. Arme Länder und Menschen im Süden ohne irgendwelche Reserven können damit aus eigener Kraft unmöglich fertig werden. Mit Mitteln für die humanitäre Hilfe ist wenig auszurichten, denn sie reichen jetzt schon nicht aus, um die Folgen von Kriegen und Naturkatastrophen zu bewältigen. Zusätzliche internationale Finanzzusagen sind deshalb unbedingt erforderlich.“ Die finanzielle Unterstützung bei klimabedingten Schäden und Verlusten steht in Madrid erstmals weit oben auf der Verhandlungsagenda. Für die ärmsten Staaten ist dieser Klimagipfel deshalb von größter Bedeutung.

Die Folgen des Klimawandels entziehen immer mehr Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika die Lebensgrundlage und Bleibeperspektive in ihrer Heimat. Jährlich treibt der Klimawandel zusätzliche 26 Millionen Menschen in Armut, so die Weltbank. Entwicklungsfortschritte von Jahrzehnten werden so zunichtegemacht. Der Zyklon Bulbul etwa hat in Indien und Bangladesch über zwei Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Die Überschwemmungen im Südsudan, für deren verheerende Auswirkungen 61,5 Millionen US-Dollar Nothilfe angefordert wurden, belegen die Verletzlichkeit der ärmsten Menschen gegenüber den jüngsten klimatischen Extremereignissen.

Cornelia Füllkrug-Weitzel: „Neue Finanzquellen müssen erschlossen werden. Wenn den ärmsten Staaten nur Kredite angeboten werden, um mit den Folgen des Klimawandels fertig zu werden, droht ihnen eine massive Verschuldung. Im schlimmsten Fall folgt daraus eine permanente humanitäre Krise.“ Obwohl die G20-Staaten für 80 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sind, ist laut dem Brown-to-Green-Report 2019 noch kein Land der G20 auf Kurs, um das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. „Klimagerechtigkeit würde bedeuten, dass die Staaten für die Schäden Verantwortung übernehmen, die sie verursachen,“ so Füllkrug-Weitzel.

Die Industrieländer haben bisher abgelehnt, über Mittel zur Bewältigung klimabedingter Schäden und Verluste auch nur zu verhandeln. Während der COP25 wird die bisherige Arbeit des Internationalen Warschau Mechanismus für klimabedingte Schäden und Verluste überprüft. „Die Arbeitsgruppe hat gute Arbeit geleistet, aber bisher keine Bereitstellung von Klimafinanzierung ermöglicht“, so Sabine Minninger, Referentin für Klimapolitik bei Brot für die Welt. „De facto haben die langjährigen Klimaverhandlungen noch keinem Menschen, der von Schäden in Folge des Klimawandels betroffen ist, wieder auf die Beine geholfen.“ Gerade die ärmsten und verletzlichsten Staaten sehen in der Überprüfung des Internationalen Warschau Mechanismus für klimabedingte Schäden und Verluste die Möglichkeit, auch über finanzielle Unterstützung zu reden. „Diese Forderung unterstützen wir und fordern die Bundesregierung auf, sich gegenüber den Blockierern aus den Reihen der Industrieländer aktiv für die Hilfe für die ärmsten Staaten einzusetzen“, sagt Füllkrug-Weitzel.

Hinweise für Redaktionen:
Brot für die Welt wird mit Fachleuten und Vertreterinnen und Vertretern von Partnerorganisationen am Weltklimagipfel in Madrid teilnehmen.

Kontakt in Madrid vom 30.11. bis 14.12.2019:
Tini von Poser, Medienkoordinatorin, +49 179 7752561,
presse.fm@brot-fuer-die-welt.de 

in Berlin:
Renate Vacker, Pressesprecherin, Tel.: +49 30 65211 1833, mobil: +49 174 3020158, presse@brot-fuer-die-welt.de

Protestaktion gegen Kinderarbeit mit Friedensnobelpreisträger

Der Gründer der globalen Kampagne „100 Million“ und indische Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi ist am 27. November 2019 in Berlin zu Gast, um gemeinsam mit Jugendlichen aus ganz Deutschland gegen ausbeuterische Kinderarbeit auf die Straße zu gehen. Vor dem Reichstag treffen die jungen Protestierenden auf Politikerinnen und Politiker verschiedener Fraktionen und fordern sie auf, mit Nachdruck gegen ausbeuterische Kinderarbeit vorzugehen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen werden dann darlegen, was ihrer Meinung nach getan werden muss, um Kinderrechten mehr Geltung zu verschaffen.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Deutsche Bundestag einen Antrag der Koalition gegen ausbeuterische Kinderarbeit angenommen. Dies ist ein erster Schritt auf dem Weg zu verbindlichen gesetzlichen Maßnahmen, die die Rechte von Kindern schützen sollen. „Es ist ein Skandal, dass Kinder in vielen Ländern der Welt immer noch brutal in Steinbrüchen und Minen ausgebeutet werden“, so Vera Isabella Arndt, Vertreterin von Brot-für-die-Welt-Jugend. „Wir appellieren an die deutsche Politik, den Import von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verbieten.“ Dies sei im Koalitionsantrag angedeutet, müsse nun aber auch zügig umgesetzt werden. Darüber hinaus seien verbindliche Vorgaben nötig, damit Unternehmen verpflichtet werden, ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten gerecht zu werden. Auch im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit müsse mehr getan werden, um Familien aus extremer Armut zu befreien und allen Kindern dieser Welt einen Schulbesuch zu ermöglichen, erklärt die Jugendvertreterin.  

Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zufolge müssen weltweit immer noch 152 Millionen Kinder arbeiten, davon 73 Millionen in ausbeuterischer Arbeit. Ihnen wird das Recht auf Freiheit, Sicherheit und Bildung verwehrt. Die Vereinten Nationen haben sich in ihrer Nachhaltigkeitsagenda das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 jede Form von Kinderarbeit zu beenden. Dies fordert auch die globale Kampagne „100 Million“, die Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi, langjähriger Partner von Brot für die Welt und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), ins Leben gerufen hat. Ziel der Kampagne ist es, junge Menschen zu ermutigen, sich weltweit für Kinderrechte stark zu machen und damit wirksame politische Maßnahmen gegen ausbeuterische Kinderarbeit anzustoßen. Die Kampagne ist aktuell in über 30 Ländern aktiv. Brot für die Welt und die GEW unterstützen die Kampagne „100 Million“ in Deutschland.

Diese Pressemitteilung wird von Brot für die Welt und der GEW gemeinsam verschickt. Wir bitten Doppelsendungen zu entschuldigen.

Hinweise für Redaktionen:
Nach Ende der Aktion werden wir schnellstmöglich eine Bildauswahl im Pressefotocenter hochladen.

Kontakt während der Aktion:
Christina Margenfeld, Expertin für Kinderrechte und Koordinatorin der Kampagne 100 Million,
Brot für die Welt; Tel.: 0176 23345 886
christina.margenfeld@brot-fuer-die-welt.de

Pressekontakte
Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt
Tel.: +49 30 65211 1833
presse@brot-fuer-die-welt.de

Ulf Rödde, Pressesprecher GEW
Tel.: +49 69 78973 114
ulf.roedde@gew.de

Eröffnung 61. Spendenaktion von Brot für die Welt

Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt startet am 1. Advent seine bundesweite Spendenaktion in Rendsburg in Schleswig-Holstein. Der Eröffnungsgottesdienst am kommenden Sonntag in der Rendsburger Christkirche wird live im Ersten übertragen. Er wird geleitet von Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. Die Predigt hält Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein. Zu dem Gottesdienst werden Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, der Generalsekretär des Lutherischen Weltbund Martin Junge und die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland Kristina Kühnbaum-Schmidt erwartet.

Die 61. Spendenaktion seit 1959 steht unter dem Motto „Hunger nach Gerechtigkeit“. Damit rückt das Hilfswerk den Kampf gegen den Hunger genauso in den Mittelpunkt seiner Arbeit wie den Kampf um eine gerechtere Verteilung von Gütern und Land, um faire Preise und ein Leben in Würde. Weltweit hungert jeder neunte Mensch und 2,1 Milliarden Menschen haben keinen direkten Zugang zu Trinkwasser. Millionen leben in Armut.

Mit den Spenden und Kollekten für Brot für die Welt werden aktuell mehr als 1.500 Projekte in 97 Ländern gefördert. Im vergangenen Jahr hat Brot für die Welt bundesweit 63,6 Millionen Euro Spenden erhalten.

Wir freuen uns über Ihr Kommen und eine Berichterstattung.

Beginn: 1. Dezember 2019, 10.00 Uhr (Einlass bis 09:45 Uhr)
Ort: Christkirche, Prinzenstraße 12, 24768 Rendsburg


Hinweise für Redaktionen:
Besucher sind gebeten, ihre Plätze bis spätestens 9:45 Uhr einzunehmen. Pressefotos finden Sie im Anschluss an den Gottesdienst unter https://www.brot-fuer-die-welt.de/presse/pressefotos. Leider können keine weiteren Presse-Fotografen für den TV-Gottesdienst akkreditiert werden.

 

Für Rückfragen:
Renate Vacker, Pressesprecherin, Brot für die Welt
Tel.: 030-65211 1833
Mail: renate.vacker@brot-fuer-die-welt.de

Friedrich Keller, Pressesprecher, Diakonisches Werk Schleswig-Holstein,
Tel.: 04331-593 197 Mobil: 0174-94 500 90
Mail: presse@diakonie-sh.de

 

 

Spendengala für MISEREOR und Brot für die Welt

Am 4. Dezember ist es wieder soweit: Carmen Nebel lädt ein zur Fernsehgala „Die schönsten Weihnachtshits“ ab 20:15 Uhr im ZDF. Bei adventlicher Stimmung wird sie gemeinsam mit beliebten Stars wie Kerstin Ott, Wencke Myhre, Bonnie Tyler, Beatrice Egli, Isabell Varell und Ella Endlich um Spenden für die beiden kirchlichen Werke Brot für die Welt und MISEREOR bitten.

Wofür ihre Spenden gebraucht werden, erfahren die Zuschauerinnen und Zuschauer in kurzen Filmbeiträgen aus Bangladesch, Costa Rica, Mosambik und dem Tschad.

In Bangladesch hat der Anstieg des Meeresspiegels dazu geführt, dass Salzwasser die niedrige Küste überflutet und auch Trinkwasserquellen versalzt. Mit Hilfe von Brot für die Welt bauen die Menschen einfache Wasseraufbereitungsanlagen. Ohne sauberes Trinkwasser hätten sie keine Zukunft.

Beispielhaft für die Arbeit von MISEREOR ist die Tätigkeit der Kinderärztin Dr. Emilienne Soubeiga im Tschad. Viele Kinder kommen in einem lebensbedrohlichen Zustand in ihre Klinik. Jedes Jahr versorgt sie mit ihrem Team rund 4.000 Neugeborene und Kleinkinder.

In Costa Rica unterstützt Brot für die Welt Kinder und Jugendliche aus indigenen Familien. Über ein Fußballprojekt lernen Jungen und Mädchen Grundwerte wie Gewaltlosigkeit, Respekt, Teamarbeit, Verantwortung und Solidarität kennen.

Mit Hilfe MISEREORs bewirtschaften Betroffene des Zyklons Idai in Mosambik ihre Felder wieder. Weite Teile der Küste standen nach meterhohen Flutwellen noch monatelang unter Wasser, Vorräte und Saatgut sind knapp.

Carmen Nebel appelliert an die Zuschauerinnen und Zuschauer: „Durch Ihre Unterstützung werden Dinge bewegt und erreicht, die die Betroffenen allein nicht hätten bewältigen können. Für diese Hilfe zur Selbsthilfe danke ich Ihnen von Herzen.“

Prominente am Spendentelefon

Während der Sendung werden telefonische Spenden unter anderen von Alfons Schuhbeck, Fabian Kahl, Christine Neubauer, Michaela May, Marianne Sägebrecht, Dieter Thoma, Carl-Uwe Steeb, Andrea Petkovic, Katja Horneffer und Silvia Neid entgegengenommen.

Die Spenden-Hotline 0180 2 20 20 (6 Cent/Anruf aus dem dt. Festnetz – max. 42 Cent/Min aus Mobilfunknetzen) ist am 4. Dezember von 20.15 Uhr bis 24 Uhr und am 5. Dezember von 9 Uhr bis 20 Uhr besetzt. Es kann auch online über www.gala-spende.de gespendet werden.

Im vergangenen Jahr kamen rund 2,6 Millionen Euro für die Arbeit von Brot für die Welt und MISEREOR zusammen.

Für Spenden anlässlich der Spendengala gibt es ein gemeinsames Spendenkonto von MISEREOR und Brot für die Welt:
Bank für Sozialwirtschaft, Köln
IBAN: DE15 3702 0500 0000 0002 50
BIC: BFSWDE33XXX

Bitte geben Sie bei Ihrer Überweisung unbedingt folgenden Verwendungszweck an, damit wir Ihre Spende richtig zuordnen können: S02225 – Weihnachtshits 2019

Diese Pressemitteilung wird von Brot für die Welt und MISEREOR gemeinsam verschickt. Wir bitten daher Doppelsendungen zu entschuldigen.

Pressekontakt: 
Renate Vacker, Tel.: 030 65211 1833, renate.vacker@brot-fuer-die-welt.de
Ralph Allgaier, Tel: 0241/442-529, 0160/90555853, ralph.allgaier@misereor.de

Einladung: Protestaktion gegen Kinderarbeit und Fototermin

Weltweit müssen weiterhin 152 Millionen Kinder arbeiten. Ihnen wird das Recht auf Freiheit, Sicherheit und Bildung verwährt. Die Vereinten Nationen haben sich in ihrer Nachhaltigkeitsagenda das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 jede Form von Kinderarbeit zu beenden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind wirksame politische und gesetzliche Maßnahmen nötig. Brot für die Welt und die GEW unterstützen die globale Kampagne „100 Million“ von Kailash Satyarthi, Friedensnobelpreisträger und langjähriger Partner von Brot für die Welt. Ziel der Kampagne ist es, junge Menschen zu ermutigen, sich für Kinderrechte stark zu machen und damit konkrete politische Maßnahmen anzustoßen.

Am 27. November geht Brot für die Welt mit Satyarthi und mehr als hundert Jugendlichen in Berlin auf die Straße, um gegen Kinderarbeit zu protestieren. Vor dem Reichstagsgebäude treffen die Protestierenden auf Politikerinnen und Politiker verschiedener Fraktionen (Claudia Roth, Bärbel Kofler, Wolfgang Stefinger, Helin Evrim Sommer, Matthias Seestern-Pauly), übergeben ihnen symbolisch einen Paragrafen und fordern sie auf, mit Nachdruck gegen ausbeuterische Kinderarbeit vorzugehen. Die Abgeordneten werden darauf antworten und in kurzen Statements darlegen, was sie für die Durchsetzung der Kinderrechte bereits tun oder in Zukunft zu tun gedenken.

Ablauf:
12:30 Uhr –
Start des Protestmarsches in der Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin (EWDE)

14:30-15:00 Uhr – Ankunft vor dem Reichstagsgebäude, kurze Ansprachen (Kailash Satyarthi, eine ehemalige Kinderarbeiterin, eine Vertreterin der Brot-für-die-Welt-Jugend sowie MdB) Fototermin und Abschlusskundgebung

Im Anschluss stehen Kailash Satyarthi und Expertinnen und Experten von Brot für die Welt für kurze Interviews zur Verfügung.

Hinweise für Redaktionen:
Nach Ende der Aktion werden wir schnellstmöglich eine Bildauswahl in unser Pressefotocenter hochladen.

Kontakt während der Aktion:
Christina Margenfeld, Expertin für Kinderrechte und Koordinatorin der Kampagne 100 Million, Brot für die Welt; Tel.: 0176 23345 886; christina.margenfeld@brot-fuer-die-welt.de

Pressekontakt:
Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt
Tel.: 030 65211 1833, E-Mail: presse@brot-fuer-die-welt.de

Nachhaltige Investitionen in Afrika

Vor der zweiten Investitionskonferenz zu Afrika haben Partnerorganisationen von Brot für die Welt Empfehlungen an die deutsche Bundesregierung erarbeitet. Die Expertinnen und Experten raten, dass die Bundesregierung bei privaten Investitionen auf die Unterstützung kleinerer und mittlerer afrikanischer Unternehmen statt auf Großunternehmen aus dem Ausland setzen soll, um so nachhaltige Beschäftigung zu erreichen. Auf Einladung der Bundeskanzlerin kommen heute Staats- und Regierungschefs aus den zwölf Ländern Afrikas in Berlin zusammen, die an der G20-Initiative Compact with Africa (CwA) teilnehmen.

Nach Meinung der Expertinnen und Experten muss wirtschaftliche Entwicklung dort ansetzen, wo die lokale Bevölkerung Schwerpunkte legt. Investitionsinitiativen wie der Compact with Africa müssen von afrikanischen Institutionen und Ländern unter demokratischer und transparenter Einbeziehung der betroffenen Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Organisationen gestaltet werden. Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Präsidentin von Brot für die Welt, sagt: „Es ist Zeit, dass die Bundesregierung in den direkten Dialog mit der afrikanischen Zivilgesellschaft tritt. Die angekündigten Bestrebungen, kleine und mittlere afrikanische Unternehmen, die innovative Wege gehen, zu fördern, ist lobenswert. Aber den Ankündigungen müssen Taten folgen. Stattdessen soll nun über die Hälfte der vor einem Jahr im Rahmen des Compact in Aussicht gestellten Milliarde Euro deutschen und europäischen Mittel- und Großunternehmen vorbehalten bleiben. Wir appellieren an die Kanzlerin, deutlich mehr Mittel kleinen und mittleren afrikanischen Unternehmen zugänglich zu machen, so dass lokale Märkte, lokale Produktion und lokale wirtschaftliche Entwicklung gefördert werden. Internationalen Unternehmen dürfen gegenüber afrikanischen Unternehmerinnen und Unternehmern keine Vorteile eingeräumt werden.“

Die Erfahrungen vieler afrikanischer Partnerorganisationen von Brot für die Welt haben gezeigt, dass ausländische Großinvestitionen - vor allem im Agrarbereich - oftmals nicht das angestrebte Ziel erreichen, dagegen aber bisweilen die Gefahr von Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden mit sich bringen. Ungleiche Kräfteverhältnisse zwischen Gemeinden, Regierungen und Unternehmen erschweren einen Dialog auf Augenhöhe, in dem die betroffenen Gemeinden tatsächlich gehört werden. Füllkrug-Weitzel: „Diesem ungleichen Kräfteverhältnis sollte durch Unterstützung lokaler Teilhabe und durch klare afrikanische Ownership entgegengewirkt werden. Gerade der neu aufgelegte Entwicklungsinvestitionsfonds bietet der Bundesregierung eine gute Möglichkeit, unsere Empfehlungen aufzunehmen. Nationale Regierungen sollten Transparenz bei allen Investitionen sicherstellen und faire Schlichtungsmechanismen bereitstellen, die auf nationaler Souveränität fußen.“ Die Expertinnen und Experten sprechen sich grundsätzlich gegen Großinvestitionen in Land für die globale Agrarproduktion aus. Außerdem wünschen sie sich gesetzliche Rahmenwerke, die die Einhaltung der Menschenrechte garantieren und nachverfolgen.

Die Empfehlungen „Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung, die wir wollen“ sind Ergebnis eines Workshops mit afrikanischen Partnerinnen und Partnern von Brot für die Welt. Sie arbeiten zu den Themen Rohstoffgewinnung und Konfliktmineralien, Landwirtschaft und Agrarimporte, Handelsabkommen, Verschuldung sowie Transparenz, Rechenschaftspflicht und gute Unternehmensführung.

Der Compact with Africa ist eine Initiative der G-20, die von der Bundesregierung 2017 angestoßen wurde, um Investitionen in Afrika zu erhöhen. Zwölf Länder sind Partner: Äthiopien, Ägypten, Benin, Burkina Faso, Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste), Ghana, Guinea, Marokko, Ruanda, Senegal, Togo und Tunesien.

Hinweise für Redaktionen:

Leider sind auch auf vielfaches Nachfragen unsere Partner nicht zu der Investitionskonferenz, die der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft für das Kanzleramt ausrichtet, zugelassen worden.

Weitere Informationen sowie die Abschlusserklärung der von Brot für die Welt veranstalteten Konferenz zu „Investitionen und Entwicklung in Afrika“ unter info.brot-fuer-die-welt.de/blog/compact-africa-braucht-neubeginn.

Für Interviews und Hintergrundgespräche stehen der Leiter der Abteilung Afrika von Brot für die Welt, Reinhard Palm, und am 19. November Dr. Nene Morisho, Direktor des POLE Institute in Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo, zur Verfügung. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neben Konfliktmineralien und Bergbau auch die Analyse von Konflikten und regionale Integration.