Stimmen und Stimmungen aus der Gemeinde

St. NikolausVieles bewegt uns.

Hier sollen Menschen aus unserer Kirchengemeinde zu Wort kommen.

Gedanken, Gefühle, Heiteres, Bedrücktes, Geistliches, Alltägliches, Aufmunterndes, Sorgendes, Tipps, Klagen, ein Schnappschuss von einer Klopapierinstallation, von chaotischen Wohnzimmern oder aufgeräumten Kellern sollen hier ihren Platz finden.

Über allem aber steht: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen.“

Stockflethhaus

Für Ihre Beiträge gilt: Wir behalten uns vor, Texte redaktionell zu bearbeiten und ggf. sinnerhaltend zu kürzen. Ihre eigenen (!) Bilder sind willkommen. Diese Beitragsreihe soll der Gemeinschaft unter uns Raum geben.

Beiträge bitte an lila-brett[at]baiersdorf-evangelisch[dot]de.

Home-Office

Christine Endres, 24. April 2020

Home Office

Seit 6 Wochen war ich jetzt nicht mehr in der Redaktion – gefühlt eine halbe Ewigkeit und doch läuft alles wie gewohnt weiter. Unsere Zeitung geht pünktlich und problemlos in den Druck, kommt zuverlässig und in gewohntem Umfang bei unseren Lesern an. Fast alles ist wie immer – aber eben nur fast. Mit den Kollegen bespricht man sich nun per Videokonferenz, die Recherche läuft ausschließlich vom heimischen Schreibtisch aus und man muss öfter mal zum Telefonhörer greifen. Aber das ist alles gut machbar. Ich bin froh und dankbar, dass wir all diese Möglichkeiten haben.

Vor 75 Jahren

Christine Jahn und S. H., 15. April 2020

Statt Geburtstagsbesuchen gibt es jetzt „Geburtstagstelefonate“.

Als ich heute einem Geburtskind aus Wellerstadt gratulierte und fragte, wie es geht, sagte die Dame: „Wir haben schon anderes überlebt.“
Sie hat schon anderes überlebt. Genau an ihrem Geburtstag, heute vor 75 Jahren, kamen die „Amis“ nach Baiersdorf, von oben aus Wellerstadt einziehend.
„In zehn Minuten alle raus“, war ihr Kommando, und die Familie musste sich bei den Nachbarn einquartieren, während ihr Haus erst einmal beschlagnahmt war.

An Gott glauben heißt für mich Gott zu vertrauen

Katja Klein, 11. April 2020

Vertrauen

Eine kleine Geschichte aus dem Alltag

Bei der Vorbereitung unserer Kindergottesdienste in der Gemeinde geht es immer wieder um die Frage: „Wie können wir die Liebe Gottes den Kindern näher bringen“?

Gott ist gegenwärtig

Barbara Hertel-Ruf, 8.April 2020

Brot

Die Kirche, die Gemeinschaft im Gottesdienst, das Abendmahl. Orte der Gegenwart Gottes, die wir lieben und schätzen – und jetzt schmerzlich vermissen, vor allem in dieser Woche, der Karwoche.

Alles war so selbstverständlich.

Und jetzt? Kein Gottesdienst in der Kirche, keine Gemeinschaft, kein Abendmahl.

Blumen am Wegrand

Eberhard Oertel, 4. April 2020

Veilchen auf dem Weg nach Adlitz

Der Frühling hatte schon begonnen, die Sonne schien. Dies genügte meiner Frau und mir unser stillgelegtes Langensendelbach frohgemut zu verlassen: Vor ein paar Tagen machten wir einen Spaziergang nach Adlitz (1,5 km entfernt), zum Schloss und durchs Dorf. Da fanden wir am Weg hinauf zur neuen Kapelle dicke Büschel von duftenden, intensiv blauen Veilchen (ich hab sie nur fotografiert, nicht gepflückt).
Diese Entdeckung freute uns sehr. Wir hatten gehört, dass wohl derjenige, der Parfum zu riechen vermag, Corona-frei ist! Ich möchte diesen schlichten und angenehmen Test empfehlen. Vielleicht funktioniert er aber auch mit anderen schönen Blumen, seien sie blau, violett oder lila.

Alltag in Zeiten von Corona

Dr. Martin Scheerbaum, 4. April 2020

Fam. ScheerbaumRuhe vor dem Sturm. So könnte man die derzeitige Situation in der Hausarztpraxis, in der ich arbeite, beschreiben: Wenig Routine; dafür neuerdings Video-Sprechstunde, Selbstabstriche und Corona-Notfall-Handy. Hoffentlich bringen wir alle Patienten heil ins Ziel.

Coronakrise als Chance verstehen

Günter Grasser, 3. April 2020

Kirchendach mit Störchen

Zwangsläufig erfahren wir jetzt durch die Ausgangssperre, wo wir in unseren Freiheiten eingeschränkt werden. Doch wir dürfen auch neue Erfahrungen machen.

Täglich eine Stunde

Birgit Gruß, 2. April 2020

Bewegung

Auch die Seniorengymnastik im Gemeindehaus entfällt derzeit. Sie wird von Frau Gruß geleitet, die hier einige Tipps gibt, um die Abwehrkräfte zu stärken:

Was bleibt?

Sarah Grasser, 1. April 2020

Der Alltag steht still. Bei allen wirklich berechtigten Sorgen die ich mir auch mache, birgt Corona auch Chancen.

Wir hetzen durch den Alltag und sind mit den vermeintlich „wirklich wichtigen“ Dingen des Lebens beschäftigt. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, diese Divise ist bezeichnend für unsere Gesellschaft.

Und jetzt?

Frühlingsanfang 2020

Rosemarie und Manfred Bruns, 28. März 2020

Kirschblüten

Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel. Aber es ist kalt, es weht ein scharfer Ostwind.
Die kleinen Frühlingsblüher wagen sich vorsichtig aus ihrem Winterversteck, die Tulpen zögern noch.
Die Magnolienblüten sind in der Knospe erfroren. Wir werden unsere Gartenvögel noch etwas länger füttern.

Christrosen

Elmar Hüsam, 27. März 2020

Christrosen

Wir, meine Frau und ich, haben am letzten Sonntag, nur zu zweit, einen kleinen Ausflug gewagt. Wir haben den Christrosenwald bei Hohenstadt östlich von Hersbruck besucht. Im Waldhang oberhalb von Hohenstadt blühen dort auf einer Fläche von etwa 50 mal 200 Metern Tausende von Christrosen (oder, weil sie so spät blühen, heißen sie eigentlich Lenzrosen) in weiß, rosa bis dunkelrot oder gefleckt. Wir waren zum zweiten Mal dort, aber es ist jedes mal wieder faszinierend, diese Blumenpracht im Gestrüpp eines Waldes zu sehen. Dazwischen und darunter blühen außerdem viele rot-weiße Lerchensporn, Leberblümchen in blau und weiß und kräftige Polster von dunkel-violetten Veilchen. Zwischen all den vielen Blumen führt ein schmaler Pfad über Stock und Stein den Waldhang hinunter.

Singen macht Freude

Irene Nagelschmidt, 26. März 2020

Kirchenchor

Ein Chor ohne Singen, ist wie ein Kirchturm ohne Glocken. Singen aktiviert das Immunsystem und macht alle fröhlich und heiter.

Wir freuen uns wieder auf ein baldiges Beieinandersein.

Lied-Wunder

Elmar Hüsam, 26. März 2020

Ein Freund hat mir ein Lied-Wunder zukommen lassen. Musiker und Sänger aus vielen Ländern singen und spielen dank Internet gemeinsam das Paul-Gerhard-Lied: „Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.“ Hier ist der Link dazu:

https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=4nV8NakYNfs&feature=youtu.be

Notbetreuung

Simone Ruppert, 24. März 2020

Der Kindergarten St. Nikolaus hält eine Notbetreuung für Kinder systemrelevanter Eltern aufrecht. Wir sind vor Ort im Schichtdienst, wie auch im Homeoffice tätig, um unseren Beitrag zu leisten, damit Menschen versorgt, gepflegt, geheilt werden können. Dies gestaltet sich nicht gerade einfach und verlangt auch einiges von den Mitarbeitern ab.

Ein Hoffnungsschimmer

Ingrid Frister, 23. März.2020

Weißdorn

Bei unserem Sonntagspaziergang ist mir ein wunderschön blühender Weißdorn aufgefallen.

Diese Blütenpracht ist für mich ein sehr schönes Symbol für einen Neubeginn nach dem langen, grauen Winter.

Trotz aller Sorgen und Ängste, die wir alle in dieser schweren Zeit durchleben, gibt mir die Natur immer wieder Kraft und Hoffnung.

Einander wahrnehmen

Werner Offenmüller, 23. März 2020

 
Heute war ich – wie fast jeden Sonntag – in Regnitzgrund joggen – wundervolles Wetter, blauer Himmel, aber eisiger Ostwind. Erstaunlicherweise waren sehr viele Menschen unterwegs, die meisten haben auch den Abstand zu einander eingehalten (mit nur wenigen Ausnahmen). Mir ist aufgefallen, dass der übliche Augenkontakt, vielleicht auch eine kurze Begrüßung bei aneinander vorbeilaufen, praktisch nicht mehr erfolgt.

Das Gebet darf nicht aufhören

Christiane Börstinghaus, 22. März 2020

Altar Stockflethhaus

Gebet für die Gemeinde und die Welt um 19 Uhr.

Auch, wenn wir uns nicht mehr versammeln dürfen, das Gebet darf nicht aufhören!

Bitte beten Sie/betet Ihr zu Hause mit!
Danke!

Gebet für dich oder mit dir

Kathrin Seyferth, 24. April 2020

Beten

Wir beten im Vater unser:

...und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern...

Ich wünsche mir und Euch den Trost des Angenommen- und Geliebt seins neu zu erfahren, um Lasten wirklich loslassen zu können und leichter durchs Leben zu gehen.

Leichtigkeit erleben, jetzt, heute, inmitten dieser Krise der Angst vor Corona?

Darf ich vorstellen

Christine Jahn, 14. April 2020

Lazara

Das ist Lazare: 3,6 kg, 52 cm. Ostern 2020 zur Welt gekommen. Sein Papa ist unser Chorleiter. Seiner Mama geht es gut. Seine beiden „großen“ Schwestern sind überglücklich.

Und wir freuen uns riesig mit der ganzen Familie und gratulieren und wünschen Glück und Segen für den neuen Erdenbürger und haben noch einen Grund mehr, auf eine irgendwann erfolgende Lockerung der Kontaktbeschränkungen zu hoffen.

Erlaubter Gesang

Eberhard Oertel, 6. April 2020

Rotkehlchen

Kaum ein Auto fährt durch die „Siedlung“ in Langensendelbach, wo vor vierzig Jahren junge Familien einzogen. Jetzt sind viele alt.
In der Coronakrise sieht man fast nur einzelne Personen, hin und wieder eine Katze. Oder ein Eichhörnchen huscht übe die Straße. Kein Flugzeuglärm, kaum Hundegebell, selten Rasenmäher, sehr wenig Kinderlachen durchbricht die Stille.
Ich möchte sie aber nicht „unheimlich“ nennen; denn morgens und abends erklingt vielstimmiger, wunderbarer Gesang. Beim Telefonieren von der Terrasse aus fragte mich meine Tochter, weshalb es bei uns so laut hergehe. Ich klärte sie auf: Es sind die Singvögel, allen voran singen Amseln, Meisen, Rotkehlchen und spatzen. In Scharen. Aber alles legal und unplugged.
Gott sei Dank!

Das Speisewunder

Reinhard Bogdahn, 5. März 2020

02014. Ein festlich gedeckter Tisch.

Ich hatte mir zum Mittagessen ein fertiges Mexiko-Hacksteak zubereitet, da läutete es: Die Hauswirtin bot mir einen Rest Hacksteak mit Gemüse von ihrem Mittagessen an, Entfernung bei der Übergabe 2m!
Wenige Minuten später läutete es wieder: Die Nachbarin bot mir zum Mittagessen von ihrem Mittagstisch einen Teller Bouillabaisse an (=würzige provenzalische Fischsuppe), stellte den Teller auf den breiten Türpfosten. Entfernung 3m!
Ich hatte auf einmal drei Gerichte anstatt ein notdürftiges. Was Quarantäne nicht alles an Nächstenliebe in Bewegung setzt!

Ostersteine

Jutta Hailfinger mit Emma und Lieke, 2. April 2020

Erste Ostersteine

OstersteinOstersteinOsterstein

 

God gave me a song

Gerhard Fischer, 1. April 2020

Chor Impuls am 6.5.2018

Uns Sängerinnen und Sängern im Chor ImPuls fehlt das miteinander Singen, die Bewegung, das Lachen und das Gespräch nach der Probe beim Gläschen Wein ...

Und dennoch drücken wir unsere Verbundenheit mit einer „virtuellen Chorprobe“ aus.

Wir können auch mit Ihnen den Weg gemeinsam weitergehen und im Singen besonders verbunden sein: Gospelgottesdienst zum Mitsingen

Zeit haben

Ruth Gillessen, 31. März 2020

Ostereier

Zur Zeit ist für mich eine Zeit mit viel Zeit. Viel Zeit zu Hause und viel Zeit mit den drei kleinen Kindern. Mehr Zeit als im Alltag mit Terminen, Schule und Kita.

Wir haben die letzten Tage viel gebastelt - die Kinder und ich. Karten, Bilder unzählige ausgeblasene Eier wurden mit verschieden Farben und Techniken verziert. Jetzt packen wir kleine Päckchen und schicken diese gebastelten Grüße an die Omas und Opas und Uroma.

Der barmherzige Vater

Kathrin Seyferth, 30. März 2020

Die Rückkehr des verlorenen Sohnes (Rembrandt van Rijn)

Nachdem Kunden ihre Termine absagen mussten und meinem Kalender freien Raum verschafften, nutze ich meinen Beratungsraum noch viel öfter für Stille und Gebet.
Dabei hat mich letzte Woche das Vaterunser so bewegt. Die einzelnen Aussagen und Worte standen plötzlich viel bedeutungsvoller vor mir.
In einem Versuch, es zu teilen, habe ich es zu Papier gebracht. Zum Ausdruck kommt das für mich auch in Rembrandts Bild vom barmherzigen Vater.

Möge es zur Anregung für die eigene Meditation oder Gebete dienen, ob zu Hause oder beim Spazierengehen.

Frühling 2020

Brigitte Pfadenhauer, 29. März 2020

Buschwindröschen

Draußen zwitschern die Vögel um die Wette, drinnen tönen aus einem Zimmer die Kollegen meines Mannes aus aller Herren Länder bei der Telefonkonferenz und aus dem anderen die italienischen Professoren meiner Tochter in der Online-Vorlesung.
Toll, was technisch alles so geht, aber ehrlich gesagt höre ich am liebsten den Vögeln zu.

Engel ohne Flügel

Hellmut Hertel, 28. März 2020

„Es kamen Engel und dienten ihm.“ (Matthäus 4, 11)

Wer sind für mich in diesen Tagen Engel ohne Flügel?

Die Not der Flüchtlinge bleibt

Barbara Hertel-Ruf, 26. März 2020

Junge am Stacheldraht

Ich bin beeindruckt, wieviel Phantasie und Kreativität diese Krise freisetzt, wie viele Initiativen es gibt, gut durch diese Zeit zu kommen.

Was mich erschreckt und hilflos macht ist die Beobachtung, dass wir so sehr mit uns selbst beschäftigt sind, dass wir die aus den Augen verlieren, denen es noch viel schlechter geht als uns:

Aus dem Home-Office

Claudia Engelhardt / Kindergartenleiterin, 26.03.2020

Heute möchte ich schöne Grüße aus meinem „provisorischen“ Home Office schicken.

Meine Diakonie

Ariane Gallmetzer, 24. März 2020

Meine Diakonie

Das Team der Diakoniestation Baiersdorf steht stabil.

Wir unterstützen unsere pflegebedürftigen Familien und Angehörigen, die nächsten Wochen gut zu durchleben. Bleiben Sie mit Sorgen und Unsicherheiten nicht alleine, kommen Sie mit uns ins Gespräch.

Liebe Grüße

Ein freundlicher Blick!

Marion Fina, 23. März 2020

 
Ein Erlebnis bei meinem heutigen Einkauf hat mich sehr nachdenklich und traurig gemacht.

Dass man zurzeit körperlichen Abstand halten und sich so kurz wie möglich in Geschäften aufhalten soll, ist selbstverständlich. Die Aufforderung, sich weder mit anderen Kunden noch mit dem Personal zu unterhalten, ist auch zu akzeptieren.

Aber dass die Leute sich gegenseitig nicht mal anschauen oder gar abwenden, finde ich ganz schlimm und auch verletzend.

Eine Kerze im Fenster

Mathias Emde, 23. März 2020

 
Das Bild mit dem Adler macht mir Mut.

So kümmerte sich ein Adler um seine Kleinen.
Sobald Du mit der Maus über das Bild fährst, siehst Du wer sich um Dich kümmert!


Eine Kerze im Fenster