Pfarrerin Christine Jahn stellt sich vor

Pfrin. Christine Jahn„Wo kommen Sie denn her?"

wurde ich immer wieder einmal gefragt. Denn meiner Sprache hört man die Herkunft kaum an. Für die oberbayerischen Ohren in München und Murnau klang es nach Hannover. Dann zog ich dorthin und wurde wegen meines gelegentlich rollenden „r“ als Fränkin ausgemacht. Für Baiersdorfer mag das nicht so ausgeprägt klingen, aber ich bin wirklich von hier. In Erlangen wuchs ich auf.

Pfarrerin war ich zunächst in Würzburg, wurde dann Kirchenrätin für Gottesdienstfragen im Landeskirchenamt in München, ging wieder in die Gemeinde nach Murnau und schließlich erneut in ein „Kirchenamt“, nach Hannover. Dort ist der Sitz der gemeinsamen Kirchenleitung der Lutherischen Landeskirchen in Deutschland. Als Oberkirchenrätin war ich unter anderem erneut zuständig für Gottesdienstfragen.

Nicht nur die Dienstorte wechselten. Vor allem auf der letzten Stelle war ich viel unterwegs. Ich bereitete Konferenzen und Synoden vor, beriet Bischöfe, hatte die Kirche in Deutschland und die Oekumene weltweit im Blick. Nun kehre ich heim und will sesshaft werden. Ich habe Lust auf Gemeinde und freue mich darauf, mit den Baiersdorfern Christsein zu leben. Ich will mich einfädeln in das, was hier gewachsen ist, und ich will einbringen, was ich gesehen und gelernt habe.

Woran mir liegt

Mir liegt am Glauben, seiner Pflege und Stärkung. Mir liegt an der Seelsorge. Mir hat es geholfen, als eine Pfarrerin mich in der Zeit meiner Scheidung begleitete und ein Kollege beim Tod meiner Eltern. Dafür werde ich mir Zeit nehmen. Mir liegt am Gespräch über Fragen der Zeit gerade in politisch aufgewühlten Zeiten. Und schließlich liegt mir am Gottesdienst, in dem alles zusammenkommt: Er ist Quelle des Glaubens und Balsam für die Seele, Fenster zu Gott und Tür zur Welt.

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