Einander wahrnehmen

Werner Offenmüller, 23. März 2020

 
Heute war ich – wie fast jeden Sonntag – in Regnitzgrund joggen – wundervolles Wetter, blauer Himmel, aber eisiger Ostwind. Erstaunlicherweise waren sehr viele Menschen unterwegs, die meisten haben auch den Abstand zu einander eingehalten (mit nur wenigen Ausnahmen). Mir ist aufgefallen, dass der übliche Augenkontakt, vielleicht auch eine kurze Begrüßung bei aneinander vorbeilaufen, praktisch nicht mehr erfolgt.

Die soziale Distanz in den Zeiten von Corona ist natürlich sehr wichtig: Wenn damit gemeint ist, sich körperlich nicht zu nähern, verstehe ich dies sehr wohl. Wir sollten allerdings nicht vergessen, dass mit Menschen in Verbindung bleiben, Zuhören, die Sorgen und Nöte des anderen wahrnehmen, etc. jetzt noch viel wichtiger wird und nicht auf der Strecke bleiben darf. Über unsere technischen Möglichkeiten (Telefon, Internet, Chatten, Mails,  …etc.) gibt es vielfältige Wege, die wir besonders jetzt nutzen sollten.