Besinnung

Liebe Gemeinde,

schon lange ist der Sommer da. Gefühlt seit Ewigkeiten schon haben wir warme Temperaturen und viel Sonnenschein. Es regnet wenig. Die Kinder sind glücklich darüber, denn sie können ihre Freizeit im Freien verbringen: unbeschwert spielen, tollen, die langen Tage ausnutzen. Alle Gartenbesitzer aber runzeln die Stirn: Wenn es nicht bald regnet, dann werde ich gießen müssen.

Die Felder hier bei uns stehen zur Zeit in voller Pracht. Alles wächst und gedeiht. Der Weizen färbt sich gelb. Der Mais ist in die Höhe geschossen und setzt Früchte an. Die Apfelbäume tragen schwer unter dem Gewicht ihrer heranwachsenden Früchte. Bald wird geerntet werden können.

Ob sie gut wird, unsere Ernte? Das liegt nicht allein in unserer Hand. Dafür brauchen wir Gott, der Wachstum und Gedeihen garantiert. Am Anfang der Bibel kommt eine verheerende Flut und spült alles davon. Doch danach verspricht Gott: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. (1. Mose 8, 22)

So wechseln sich die Jahreszeiten in guter Reihenfolge ab. So folgt auf jeden Frühling ein Sommer, dann der Herbst und schließlich der Winter und dann beginnt es wieder von vorn. Saat und Ernte, Frost und Hitze, sie gehören zum Leben dazu, so wie auch Arbeit und Erholung zum Leben gehören. Die Sommermonate nutzen viele Menschen bei uns zur Erholung, zum Durchatmen, Entspannen. Und das ist gut so. Es braucht diesen Rhythmus für das Leben.

Möge es ein guter Sommer für uns alle werden: Für die Kinder mit Sonne, für die Gartenbesitzer und Landwirte mit der nötigen Portion Wasser vom Himmel. Möge uns Gott einen guten Sommer geben.

Wem zum Singen zu Mute ist, der singe aus vollem Herzen darüber, dass alles grünt und blüht, so wie es Paul Gerhardt in seinem Lied „Geh, aus, mein Herz“ tat.

Ihre
Pfarrerin Christiane Börstinghaus

 

 

 

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