Besinnung

Himmel und Erde verbunden


Regenbogen; Foto: H. Hertel

Foto: H. Hertel

Liebe Gemeinde,

inzwischen sind wir im Jahr 2021 angekommen. Was das Jahr bringen wird, das ist noch ungewiss. Erst im Dezember werden wir wissen, was gewesen ist. Dann werden wir zurückschauen und Bilanz ziehen. Aber nun liegt es vor uns, das neue Jahr.

Wie steigen wir ein in das neue Jahr? Zaghaft oder forsch? Sorgen- schwer oder unbeschwert? Haben Sie Sorgenfalten auf der Stirn oder sind Sie entspannt? Freudig oder betrübt? Sind Sie sicher, dass Gott Sie im Jahr 2021 begleitet oder haben Sie sich von ihm entfernt? Ist er Ihnen nahe oder haben Sie den Eindruck, er sei weit weg?

Schon am Anfang der Bibel wird erzählt, dass die Menschen sich von Gott getrennt haben. Sie wollten mit ihm nichts mehr zu tun haben. Aber Gott wollte mit ihnen zu tun haben. Gott wollte den Menschen nahe sein und so schickte er einen Regenbogen nach der Flut. Für Gott steht mit dem Ende der Sintflut fest: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1 Mose 8,22)

Gott kommt den Menschen nahe in dem Versprechen, dass die Erde fortbestehen wird.

Bis heute ist der Regenbogen ein Symbol für die Verbindung, die Gott mit uns Menschen schaffen möchte. Er ist ein Zeichen für die Verbindung von Himmel und Erde. Er überbrückt die Entfernung von uns Menschen zu Gott.

Natürlich können wir heute genau erklären, wie das mit dem Regenbogen funktioniert. Es muss zugleich regnen und die Sonne scheinen. Um den Regenbogen zu sehen, muss man die Sonne im Rücken haben und die Wolken vor sich. Das Licht bricht sich in den Wassertropfen und es wird in seine Farben zerlegt. Ja und dann bewundern wir den Regenbogen in rot, orange, gelb, grün, blau und violett. Und manchmal sieht man sogar noch einen zweiten Regenbogen, der sich über dem ersten Bogen spannt.

Auch, wenn wir das naturwissenschaftlich gut erklären können, so bleibt es doch ein Wunder. Es ist noch immer das Zeichen, dass sich Himmel und Erde verbinden.

Hoffen wir in diesem Jahr auf viele Regenbögen, weil sie uns zeigen: Gott ist da. Er überbrückt den Abstand von Himmel und Erde. Er ist für uns da!

Vielleicht wagen Sie sich ja mit allen Zweifeln und mit aller Skepsis auf Gott zu. Suchen Sie nach ihm und er wird sich finden lassen, das jedenfalls hat er versprochen. Mit ihm dürfen wir getrost in das neue Jahr starten. Wagen wir es!

Ihre Pfarrerin Christiane Börstinghaus