Dekanat Erlangen

Willkommenstag für neue hauptberuflich Mitarbeitende des Evang. Luth. Dekanats Erlangen

Willkommenstag für neue hauptberuflich Mitarbeitende des Evang. Luth. Dekanats Erlangen Carsten Kurtz Fr., 11.06.2021 - 09:48

Willkommenstag in Präsenz möglich - Termin 30. Juni (noch Plätze frei) und 15. Juli (Restplätze)

Herzliche Einladung zum Willkommenstag für neue hauptberuflich Mitarbeitende des Evang. Luth. Dekanats Erlangen. Dieser Begrüßungstag ist für alle neuen Mitarbeitenden, unabhängig von Beruf, Religion oder Arbeitsfeld.

An diesem Tag geht es vor allem um:

  • Kennenlernen von Kirche und Diakonie
  • Kennenlernen und vernetzten mit anderen, neuen Mitarbeiter*Innen
  • Begrüßung durch Dekan Huschke oder Stellvertreter*in
  • Bedeutung von "Mitarbeiter*in bei Kirche sein"
  • Ihre Erfahrungen und Wünsche an Kirche

In einer Gruppe von max. 20 Teilnehmer*innen werden wir an diesem Tag gemeinsam über Kirche nachdenken, uns Kennen lernen, eine Andacht hören und uns in fröhlicher Atmosphäre austauschen.

Bitte melden Sie sich, in Absprache mit dem Dienstvorgesetzten, über das angefügte Formular/Flyer an. 

Wir freuen uns auf das Kennenlernen!

Sabine Gilson und Carsten Kurtz

 

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Rassismus im Fußball - Online-Podiumsdiskussion

Rassismus im Fußball - Online-Podiumsdiskussion Carsten Kurtz Mo., 07.06.2021 - 12:12

10. Juni, 19.00 Uhr - ausgerichtet von BildungEvangelisch Erlangen

10. Juni 2021 I 19.00 Uhr online

Der Fußball rühmt sich gerne für seine integrative Kraft – und tatsächlich zeigt ein Blick auf die Sportplätze ein hohes Maß an Diversität. Trotzdem erfahren Schwarze Menschen rassistische Angriffe. Und auch in den Entscheidungsstrukturen von Vereinen und Verbänden sind sie kaum vertreten. Gleichzeitig gibt es hinsichtlich Problembewusstsein und konsequenter Gegenmaßnahmen jede Menge Nachholbedarf.

  • Moderator Hans Böller (Nürnberger Nachrichten) spricht mit
  • Rachid Azzouzi (Vorstand Sport SpVgg Greuther Fürth),
  • Claudia Krobitzsch (Diversity-Managerin Deutscher Fußball-Bund) und
  • Prof. Dr. Tina Nobis (Rassismusforscherin HU Berlin) über aktuelle Vorfälle, Entwicklungen und Perspektiven.

Die Podiumsdiskussion findet online statt. Über diesen Link kann direkt teilgenommen werden https://eu01web.zoom.us/j/64813631113pwd=Y2JxOGp5b2xsMFJqVTZiZDZWSloxZz09

Eine Anmeldung ist nicht nötig. Pünktliche Einwahl erwünscht.

Eine Veranstaltung von Werkstatt Demokratie heute, ausgerichtet von BildungEvangelisch Erlangen in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur.

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Gott findet seinen Weg zu uns - Wort des Dekans zu Pfingsten

Gott findet seinen Weg zu uns - Wort des Dekans zu Pfingsten Carsten Kurtz Fr., 21.05.2021 - 11:55

„Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“ (Sach 4, 6b)

(hier also Video) Liebe Schwestern und Brüder!
Mit dem Wochenspruch für die Pfingstwoche grüße ich Sie zum Pfingstfest, zum Geburtstag der Kirche Jesu Christi, die uns zu Schwestern und Brüdern macht. „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“ (Sach 4, 6b)

Der Prophet Sacharja hat die Menschen, die in Israel an Gott glauben, schon von mehr als 2000 Jahren an diese Zuversicht und Sicherheit für ihr Leben erinnert: Es wird nichts durch Waffengewalt und Kriege erreicht. Auch das, was ich oder andere mit unserer Kraft in bester Absicht oder in aller Boshaftigkeit zustande bringen, wird im Letzten nicht entscheidend sein. Gottes Geist wird das wirklich Wichtige für uns Menschen geschehen lassen. Gottes schöpferische Liebe führt uns alle unseren Weg als seine Welt, als seine Schöpfung und als seine Kirche. Gut, das wir alle Jahre wieder daran erinnert werden - auch in diesem Jahr mit Pandemie und allen fürchterlichen Kriege, mit den tausenden Heimat Suchenden und den nicht enden wollenden Streitigkeiten zwischen und innerhalb der Religionen und Völker.

Wieder brauche ich diesen uralten Zuspruch. Ich will mir solche Zuversicht und Sicherheit von Gott an Pfingsten neu schenken lassen ...
.. für den privaten Bereich, meine Familie, meine Nachbarschaft, die Menschen, die mir wichtig sind. Ich brauche diese Zuversicht und Sicherheit von Gott, um mit meinen Sorgen und Ängsten um diese Menschen fertig zu werden, um die Freude und die Erfolge, die ich mit diesen Menschen erlebe, genießen zu können und um für andere und für mich handlungs- und liebefähig zu bleiben und neu zu werden. Und ich brauche die Zuversicht und Sicherheit von Gott um mit allen Unsicherheiten im Umfeld der Pandemie und angesichts fürchterliche Kriegen, angesichts von sinnlosem, für mich unverständlichem Tod und angesichts des Hasses unter uns Menschen nicht zu verzweifeln und doch wieder und weiter mutig und entschlossen Schritte ins und im Leben zu allein und vor allem mit anderen gehen.

Am Geburtstag der Kirche, an Pfingsten kann uns das - meine ich – guttun, dass Sie und ich am Pfingstsonntag von Jesus Christus mit seinen Worten im Evangelium solche Zuversicht und Sicherheit zugesprochen bekommen. Jesus Christus sagt da im Johannesevangelium zu den Menschen, für die er und damit Gott wichtig ist:
„Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird, der wird euch alles lehren in meinem Namen, und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Joh 14, 26)
Der Heilige Geist als Tröster ist für mich und für andere seit Jahrhunderten eindrucksvoll hier in der Neustädter Universitätskirche dargestellt. Direkt über dem Menschen, der Gottes Wort verkündigt, haben die Erbauer dieser Kirche den Heiligen Geist als wohlgenährte Taube dargestellt, um daran zu erinnern:  Gott findet seinen Weg zu uns. Er strahlt durch seinen Heiligen Geist Kraft an uns aus – auch hinein in unsere Schwäche und unsere manchmal unzureichenden Worte und Taten. Segnend schwebt Gott als Heiliger Geist stets über uns. Die Taube hier oben am Kanzeldeckel erinnert mich an jedem Pfingstfest, an jedem Sonntag und bei jedem Gottesdienst daran.

Ein Zweites macht für mich Pfingsten als Geburtstag der Kirche in dieser Neustädter Kirche anschaubar. Über allem, was hier vorne geschieht, steht die Pfingstgeschichte. Oben ins Gewölbe des Chores ist die Pfingstgeschichte hineingemalt.  Alles was hier unten geschieht, ist Folge dessen, dass Gott uns seinen Heiligen Geist geschenkt hat und noch schenkt: Deshalb dürfen wir sein Evangelium verkündigen. Gottes Lob erklingt gesungen und gespielt. Es wird gebetet. Wir können Gottesdient feiern, werden zum Abendmahl eingeladen, können in aller Stille trauern oder uns freuen und dazu eine Kerze anzünden. Menschen werden getauft und empfangen Gottes Segen für ihre Ehen. Wir können gestärkt und zuversichtlich wieder hinaus in unseren Alltag gehen und handeln, lieben, Lösungen anstreben, mit Zweifeln fertig werden. „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“ Oder, wie Jesus Christus gesagt hat: „Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird, der wird euch alles lehren in meinem Namen, und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“

Diese Zuversicht und Sicherheit schenke Gott uns allen in der Pfingstzeit 2021.
Das wünscht sich und Ihnen 
Ihr Dekan Peter Huschke


 

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Länder und Städte des Nahen Ostens sind für die drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam zentrale Orte des Glaubens

Länder und Städte des Nahen Ostens sind für die drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam zentrale Orte des Glaubens Carsten Kurtz Mi., 19.05.2021 - 09:29

Gemeinsame Pressemitteilung der CIAG (Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft) Erlangen und der JKG (Jüdische Kultusgemeinde) vom 18. Mai 2021

Die Länder und Städte des Nahen Ostens sind für die drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam zentrale Orte des Glaubens. In diesen Tagen sterben dort viele unschuldige Zivilisten; Kinder, Mütter, Väter, Geschwister, die schmerzlich fehlen werden. Gleichzeitig leben viele Familien in Angst und Schrecken und gewalttätige Angriffe gefährden das empfindliche Gefüge des zivilgesellschaftlichen Lebens. Gesundheitswesen, Bildung, Wohnungsbau, Handel sowie das Vertrauensverhältnis zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen werden um Jahre zurückgeworfen.
Als Vertreter der Zivilgesellschaft und des interreligiösen Dialogs in Erlangen trauern wir mit den Familien, den Eltern und Geschwistern der umgekommenen Menschen. Jedes durch Gewalt beendete Leben ist eines zu viel.
Mit Entsetzen mussten wir in den vergangenen Tagen antisemitische Hetze in mehreren deutschen Städten zur Kenntnis nehmen. Dies erschreckt umso mehr, als deutschlandweit in unzähligen großen und kleinen Städten seit Jahren Dialog zwischen Juden, Christen und Muslimen geführt wird, um Gräben zu überwinden und einander und den Glauben der Anderen kennenzulernen.
Dabei besteht keine Frage, dass Kritik an der israelischen Besatzungspolitik legitim ist und unter die Meinungsfreiheit fällt. Wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble erklärt hat, muss es möglich sein, israelische Politik zu kritisieren und dagegen zu protestieren, ohne dass sofort Rassismus oder Antisemitismus unterstellt wird. Zu verurteilen ist jedoch, wenn Kritik und Protest als Deckmantel für das Schüren von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit missbraucht werden.
Dieser offen gezeigte Hass zeigt, wie dünn die Kruste des Verstehens und des Miteinanders an vielen Stellen noch immer ist und dass wir den interreligiösen Dialog brauchen, dieser aber flankiert sein muss von bildungspolitischen und sozialen Maßnahmen für alle Generationen, für Menschen jeglicher Herkunft und Religion.
Wir schließen uns den Worten unseres Bundespräsidenten, Frank-Walter Steinmeier an, der vor einer Spaltung der Gesellschaft warnt, und auch den Worten von Aiman Mazyek, dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime in Deutschland, der sagte: „Wer unter dem Vorwand von Kritik an Israel Synagogen und Juden angreift, hat jedes Recht auf Solidarität verwirkt“.
Wir in Erlangen sehen seit vielen Jahren Menschenrechtsfragen unter dem Leitgedanken des 1. Artikels unseres Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Vereint in dieser Überzeugung werden wir zusammenstehen und gemeinsam verdeutlichen, dass wir als Bürgerinnen und Bürger Erlangens uns jeglichem Rassismus entgegenstellen, ganz gleich ob er sich gegen Jüd*innen, Muslim*innen, Christ*innen oder andere Gruppen richtet. Wir plädieren für Friedensprozesse im Heiligen Land. Alle Beteiligten am interreligiösen Dialog in Erlangen wollen weiter dazu beitragen, dass GG Artikel 4, nämlich die Freiheit des Glaubens und der Religionsausübung, von staatlichen Organen gesichert und von der Zivilgesellschaft gelebt werden kann. Die CIAG (Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft) erhebt ihre Stimme, um den Gläubigen in Erlangen zuzurufen, dass der Glaube uns Stärkung, Trost und Hoffnung gibt und dass es zum Weg einer ehrlichen, respektvollen und friedvollen Verständigung keine Alternative gibt.
Abdelilah El Badi (Sprecher der CIAG Erlangen), Martin Ogiermann,  Dekan Huschke, Dekan Pflaum, Dr. Elisabeth Preuß,  Esther Klaus (Jüd. Kultusgemeinde)

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