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Evangelische Kirche will eigenes Schiff ins Mittelmeer schicken

Dekanat Erlangen -

Evangelische Kirche will eigenes Schiff ins Mittelmeer schicken Carsten Kurtz Fr., 13.09.2019 - 11:12

Berlin/ (epd). Die evangelische Kirche will gemeinsam mit anderen Organisationen ein eigenes Schiff zur Rettung von Menschen aus Seenot ins Mittelmeer schicken. Dass dort weiterhin Menschen ertrinken, sei etwas, das man nicht hinnehmen könne, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, am Donnerstag in Berlin. Er kündigte an, dass ein Verein gegründet werden soll, der ein eigenes Schiff kauft. Zum dahinter stehenden Bündnis gehören nach Angaben des Bischofs zahlreiche Institutionen und Organisationen, auch Kirchengemeinden und Sportvereine. Bedford-Strohm rechnet mit einem hohen sechsstelligen bis niedrigen siebenstelligen Betrag für Kauf und Umbau des Schiffes.

Die Idee, ein eigenes Schiff zu entsenden, wird innerhalb der evangelischen Kirche seit dem Kirchentag im Juni in Dortmund diskutiert. Eine Resolution der dortigen Teilnehmer hatte die EKD aufgefordert, mit einer eigenen Rettungsmission ein Zeichen zu setzen. "Wir setzen damit ein klares Zeichen", sagte Bedford-Strohm nun. Das Schiff sei Teil des diakonischen Auftrags der Kirche. Den Beschluss für die Gründung des Vereins hat der Rat der EKD nach Bedford-Strohms Worten am vergangenen Freitag gefasst. In dem Gremium habe es eine große Einigkeit zu der Frage gegeben, sagte er.

Egal aus welchen Gründen Menschen in Lebensgefahr sind, bestehe die Pflicht zu helfen, sagte Bedford-Strohm: "Not hat keine Nationalität." Kritikern, die der Auffassung sind, die evangelische Kirche handele damit nicht verantwortlich, sondern "gesinnungsethisch", hielt der bayerische Landesbischof entgegen: "Barmherzigkeit und Verantwortung können nicht gegeneinander ausgespielt werden." Er betonte aber, die Kirche sei in dieser Situation kein politischer, sondern ein "diakonischer Akteur".

Die Seenotrettung im Mittelmeer ist ein Streitthema unter den EU-Staaten. Unter Innenminister Matteo Salvini, der inzwischen nicht mehr im Amt ist, hatte Italien wiederholt Rettungsschiffen die Einfahrt in Häfen verweigert. Crews und Gerettete mussten teilweise wochenlang auf dem Wasser ausharren. Deutschland setzt darauf, dass sich die EU-Staaten auf eine Verteilung der Geretteten einigen, weil Italien nicht allein für die Anlandenden aufkommen will. In der nächsten Woche will sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mit der neuen italienischen Innenministerin Luciana Lamorgese in Berlin treffen. Am 23. September kommen die EU-Innenminister auf Malta zusammen und wollen Seehofer zufolge einen Vorschlag für die Regierungschefs der EU erarbeiten.

Bedford-Strohm präsentierte den Beschluss für ein eigenes Schiff gemeinsam mit Vertretern von "Ärzte ohne Grenzen", der Organisation "Seebrücke" und dem Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Die brandenburgische Hauptstadt gehört zum Bündnis "Städte Sicherer Häfen", die als Kommunen anbieten, zusätzliche Flüchtlinge aufzunehmen, auch Gerettete aus dem Mittelmeer. Der deutsche Verteilmechanismus erlaubt das nicht. Schubert appellierte an Seehofer, das zu ändern.

Welche Organisationen - möglicherweise auch andere Religionsgemeinschaften - genau den Verein mitgründen werden, blieb am Donnerstag noch offen. Unklar ist auch noch, wer welchen Anteil an den Kosten trägt. Die Evangelisch-reformierte Kirche hatte bereits vor längerer Zeit angekündigt, 15.000 Euro für ein kirchliches Seenotrettungsschiff spenden zu wollen. (00/3340/12.09.2019)

epd bas/lbm co/bue kfr

 

Servicetelefon der EKD:

Tel: 0 800 – 50 40 602

@email

 

FAQ zum Schiffs-Projekt:

https://www.ekd.de/faqs-zur-seenotrettung-495888.htm

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Welche Bedeutung hat der Segen in der Bibel?

Sonntagsblatt Bayern -

Elisabeth Hann von Weyhern
Der Segen liegt im Trend. Er spielt nicht nur in religiösen Situationen wie der Taufe, Trauung oder Beerdigung eine Rolle. Auch zur Eröffnung von Feuerwehrhäusern, Bankfilialen oder Läden ist er gefragt. Aber welche Einrichtungen dürfen überhaupt gesegnet werden? Und heißt segnen auch legitimieren? Dazu lohnt ein Blick ins Alte und Neue Testament.

Tafel Erlangen stattet Schulkinder aus

Dekanat Erlangen -

Tafel Erlangen stattet Schulkinder aus Carsten Kurtz Mo., 09.09.2019 - 11:20

ERLANGEN. Mit der „Aktion Schulmaterial“ hat die Tafel Erlangen Familien mit schmalem Geldbeutel dabei unterstützt, ihre Kinder für das neue Schuljahr auszustatten. Vor allem für Schulanfänger*innen müssen Eltern tief in die Tasche greifen: Pro Kind werden nach Schätzungen durchschnittlich 300 Euro für die Einschulung ausgegeben. Das kann sich nicht jeder leisten.

Unterstützung für die Kinder von Tafelnutzern*innen
Samir* kann seine Aufregung kaum verbergen: Er trippelt von Fuß zu Fuß und quietscht vor Glück. Gerade hat der 7-Jährige eine Schultüte von der Tafel geschenkt bekommen. „Vor allem mit den gepackten Schultüten haben wir für große, glückliche Augen bei den Schulanfängern gesorgt“, freut sich Gertrud König, Leiterin der Tafel Erlangen.

Knapp 400 Kindern aus finanziell benachteiligten Familien konnte die Tafel Erlangen, eine Einrichtung der Diakonie Erlangen, mit der „Aktion Schulmaterial“ helfen. Schultüten, Schulranzen und 20-Euro-Gutscheine für Schulmaterial wurden in den drei Ausgabestellen Erlangen Schillerstraße, Büchenbach und Herzogenaurach ausgegeben.

Bedürftigkeit muss nachgewiesen werden
Verteilt wurde die Ausstattung an Familien, die einen Tafel-Ausweis besitzen und ein Kind zwischen 7 und 14 Jahren haben. Um einen Tafel-Ausweis zu erhalten, wird die Bedürftigkeit geprüft. Wer einen Tafel-Ausweis beantragen möchte, muss neben einem Personalausweis eine Gehaltsabrechnung, einen Rentenbescheid, einen Grundsicherungsnachweis (ALG I-/AGL II-Nachweis, SGB II- oder SGB XII-Nachweis), einen Wohngeldbescheid oder sonstige Nachweise für den Grundbehalt mitbringen. Auch der ErlangenPass genügt: „Das ist für die Antragsteller und uns sogar das Einfachste“, so König.

Chancengleichheit fördern
Elke Bollmann geht es bei der Aktion auch um Chancengleichheit: „Diese Kids haben nicht die gleichen Voraussetzungen wie andere“, so die Leiterin der Ausgabestellen Büchenbach und Herzogenaurach, „das kann sie in der Schule schon von Anfang an ausgrenzen.“ Sie sollen sich aber gleichwertig fühlen. Je 35 Gutscheine für Schulsportartikel à 70 Euro kann sie zusätzlich in den beiden Ausgabestellen an bedürftige Kinder verteilen.

Spenden und Zuschüsse spielen eine wichtige Rolle
Beteiligt an den Aktionen sind lokale Vereine und Unternehmen wie HAAS Bürobedarf & Schreibwaren KG, Intersport Eisert, Sport Hoffmann, Lions Club Erlangen-Hugenottenstadt, Leo Club Erlangen-Markgraf und der Förderverein Tafel Erlangen e. V. sowie die Diakonie Bayern und Sternstunden e.V..

*Name geändert

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Taybeh Oktoberfest in Palästina feiert 15-jähriges Bestehen

Sonntagsblatt Bayern -

Martina Klecha
Am 21. September 2019 beginnt das Münchner Oktoberfest. Ableger des größten Volksfestes gibt es inzwischen überall auf der Welt - zum Beispiel in Taybeh in Palästina. Dort feiern am 14. und 15. September tausende Bierliebhaber das Taybeh Oktoberfest. In diesem Jahr bieten dazu gleich zwei Jubiläen besonderen Anlass.

Back to Church Sonntag: "Bringen Sie jemanden mit!"

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Besonders einladende Gottesdienste werden Ende September in zahlreichen Gemeinden des Kirchenkreises Bayreuth stattfinden. Denn beim „Back to Church Sunday“ wird Gastfreundschaft großgeschrieben.

Vernissage: Farbige Ressourcen

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Aus „Müll“ wird Kunst – Collage-Bilder von Swen Keyser sind in der Ausstellung im Evangelischen Bildungswerk München ab dem 17. September zu sehen.

Schulstart: Die Unterrichtsversorgung steht

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Schulstart für über 1,65 Millionen Schüler und über 150.000 Lehrer in Bayern:  Es werden rund 1.000 zusätzliche Stellen angeboten und über 5.200 Lehrer im neuen Schuljahr zusätzlich eingestellt.

Predigt: Rettet Schönheit die Welt? (Mk 7,32-37)

Sonntagsblatt Bayern -

Florian Ihsen
"Das Schöne tut meiner Seele gut und bringt sie zum Leuchten, zum Vibrieren, zum Glänzen", findet Pfarrer Florian Ihsen. Aber was ist mit all dem Unschönen, den schwierigen Themen unserer Zeit wie Klimawandel, Flüchtlingspolitik und das friedliche, demokratische Miteinander? Damit befasst sich Ihsen in der Evangelischen Morgenfeier.

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