Kirchgeld 2019 – Warum, wofür, wieviel?

Den Gemeindebriefen liegen dieses Mal wieder die Kirchgeldbriefe bei. In Bayern werden von den Kirchenmitgliedern nur 8 Prozent der Lohn- und Einkommenssteuer als Kirchensteuer erhoben, in den meisten anderen Bundesländern hingegen 9 Prozent. Da der finanzielle Bedarf für die Aufgaben der Kirche in Bayern jedoch nicht geringer ist, wird in Bayern das Kirchgeld für die Belange der Kirchengemeinden erhoben. Die Kirchengemeinden werden dadurch in ihrer Eigenständigkeit und Handlungsfreiheit gestärkt und können abhängig von den jeweiligen örtlichen Bedürfnissen Schwerpunkte in ihrer Arbeit setzen.

Kirchgeldpflichtig ist jedes volljährige Kirchenmitglied, das über Mindesteinkünfte verfügt. Das jährliche allgemeine Kirchgeld beträgt mindestens 5 Euro und höchstens 120 Euro. Es wird gestaffelt nach den Einkünften und Bezügen, die über dem derzeit geltenden Grundfreibetrag von 9.168 Euro (Stand: 2019) liegen. Grundlage für die Selbsteinstufung der Mitglieder ist eine Tabelle.

Mit dem Kirchgeld wird eine Reihe von wichtigen Leistungen direkt vor Ort möglich gemacht. Einige Beispiele: Die Konfirmanden- und Kinderchorarbeit braucht Zuschüsse, die Orgel eine Generalstimmung, die Friedhofsmauer eine Restaurierung, und für die Sanierung des Gemeindehauses müssen noch über 200.000 Euro Schulden abgetragen werden.

So hoffen wir auch wieder auf großzügiges Kirchgeld und danken herzlich für alle Unterstützung der Kirchengemeinde.

Pfarrerin Christine Jahn

Weitere Informationen zu Kirchensteuer und Kirchgeld finden Sie [hier].

Übrigens: Sie dürfen Ihr Kirchgeld gerne auch ungefaltet zahlen! smiley